OLDENBURG - OLDENBURG - „Wir sind sehr froh, dass unser Buch aktualisiert wurde“, sagt Sabine Strecker. Gemeinsam mit Anke Guthold und Heike Schwarz hat sie vor mehr als 10 Jahren das „Kinderstadtbuch Oldenburg“ geschrieben. Neun Schüler der Fachoberschule Informatik an den Berufsbildenden Schulen Haarentor (BBS) haben es jetzt in einer Projektarbeit für das Internet überarbeitet und aktualisiert.

Die Idee zum Buch entstand Anfang der 90er Jahre. „Wir wollten einen Stadt- und Reiseführer für Kinder machen, der auch bekritzelt werden darf“, erinnert sich Strecker. Sehr gespannt verfolgte sie mit ihren Kolleginnen die Vorstellung der neuen Internetversion. „Wir haben uns ganz genau an die Struktur des Buches gehalten“, erklärt Matthias Zilles. Genau wie das Vorbild soll das Internetbuch „ein Buch von Kindern für Kinder“ sein.

Das ist den Fachoberschülern bestens gelungen: Helle Farben, eine gut lesbare Schrift und die leichte Bedienung sind auch für Kinderhände geeignet. „Es hat sich gar nicht so viel verändert, nur die Inhalte sind aktualisiert worden“, sagt Miles Möller. Das hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. „Jeder von uns hat ungefähr 65 Stunden in der Schule gearbeitet und noch einmal 30 bis 60 Stunden zu Hause“, rechnet Janina Siemer vor, „das hätte 20 000 Euro gekostet“.

Die Schüler müssen ihr Projekt jetzt aufgeben, da sie in den Beruf oder ein Studium gehen. Für ihren „Zögling“ konnte noch kein Aufpasser gefunden werden. „Wir haben mehrere Stellen angesprochen“, sagt Matthias Zilles. Auch die Stadt sollte als Pate gewonnen werden. „Wir haben derzeit leider keine Kapazitäten für die Pflege der Internetseiten frei“, erklärt Stadtjugendpfleger Heinz Backhaus. Er verspricht aber, „dass das Projekt nicht nochmals zehn Jahre brach liegen“ werde.

Dass die Schüler schon richtige Informatikprofis sind, bewies eine andere Klasse der BBS Haarentor. Sie schenkten der Eibenhorst-Schule in Torsholt ein komplettes Internetcafé. Die Auswahl fiel nach einem Aufruf der NWZ nicht leicht. „Ich bin stolz, was die Schüler alles geleistet haben“, lobt Klassenlehrer Knut Harms. Und auch die „Kinderstadtbuch“-Autorinnen wissen ihr „Baby“ in guten Händen.