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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Zwischen Grübelei und professioneller Lockerheit

13.03.2018

Oldenburg Um die Musik muss man sich natürlich einen Kopf machen – manchmal aber besser auch nicht. „Da darf man bloß nicht ins Grübeln kommen”, sagt Konstantin Kösling. Der 17 Jahre alte Oldenburger spielt Horn. Und als Teilnehmer beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ weiß er nur zu genau, dass er sich für ein tückisches Instrument entschieden hat. Das kann kieksen, blubbern und noch mehr missliebige Sachen.

Über 500 Jungen und Mädchen waren jetzt beim 55. Landesentscheid in Oldenburg im Einsatz. Und egal, ob sie mit zehn Jahren zu den Jüngsten zählen, oder in die Volljährigkeit übergehen, alle bringen einige Quäntchen Professionalität mit. „Es ist toll, was die jungen Leute heute schaffen”, lautete die einhellige Jurorenmeinung nach fünf Wertungstagen. Oldenburg war kurzfristig wegen Renovierungen an der Hannoveraner Hochschule als Ausrichter eingesprungen.

Hoch wie das Niveau lag die Messlatte. Doch 90 Solisten, Duos oder Ensembles qualifizierten sich zum Bundesentscheid nach Lübeck vom 17. bis 24. Mai. Viele Bundessieger haben später Karriere gemacht.

Auch Kösling wird in Lübeck antreten. Er hat bei Mozart, Franz Strauss und Hindemith die Ruhe bewahrt. „Man ist ja aufgeregt”, sagt er. „Da wird der Mund trocken.“ Doch: „Ungerührt weiterspielen, sonst kommt der nächste Fehler.“ Gedanken hat er sich allerdings reichlich gemacht: „Den Satz aus dem Mozart-Konzert KV 447 habe ich auch auf Naturhorn geübt. Da habe ich viel über den damaligen Klang gelernt und wie ich das heute umsetzen muss.“

Zum Bundesfinale weitergeleitet wurden auch zwei Baglama-Spieler. Erstmals stand diese türkische Langhals-Laute auf dem Programm. „Seit 2002 bieten viele Musikschulen dieses ebenso volkstümliche wie hoch virtuose Instrument an”, erläutert Yildiz, einer der Juroren, „etwas fremd mögen die Viertelton-Folgen klingen.” Doch die vielen Zuhörer bestärkten auch die Fachjury-Vorsitzende Christine Büttner: „Das ist eine enorme Bereicherung!“

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