Oldenburg - Egal ob Becher oder Kunstobjekt: Jeder wird wieder etwas für sich finden auf den Internationalen Keramiktagen in Oldenburg. Beate Anneken, künstlerische Leitung und Vorstand der Werkschule, rechnet wieder mit mehr als 60 000 Besuchern, vor allem beim Markt am 4. und 5. August.

Es kommen nicht nur Menschen aus der Region. Ein Drittel nimmt sogar Anfahrtswege von mehr als 135 Kilometern auf sich, haben die Umfragen der Veranstalter ergeben. Der Schwerpunkt der ausgestellten Arbeiten liegt auf Kunst und nicht auf Alltagskeramik, sagt Anneken. 310 Bewerbungen um einen Ausstellerplatz sind für dieses Jahr eingegangen. Eine Jury hat daraus 130 Keramikkünstler aus zwölf Ländern für die Ausstellung ausgewählt.

36. Internationale Keramiktage

Keramikmarkt: Samstag, 4. August, von 10 bis 18 Uhr, und Sonntag, 5. August, von 11 bis 18 Uhr.

Keramikerportrait: ganztägiger Präsentationsworkshop am 3. August von den Keramikkünstlern Ann van Hoey und Keith Varney. Die Teilnahme kostet 60 Euro. Anmeldungen unter t 9 99 08 40 oder info@werkschule.de.

Best-of-Ausstellung: „brandneu – brandnew“ aktuellste Werke der Marktteilnehmer, 4. und 5. August im Schloss. Samstag von 11 bis 18 Uhr, Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Rainer Stamm, der Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, erzählt beeindruckt: „An keinen anderen Tagen in Oldenburg höre ich mehr Sprachen. Es ist faszinierend, was für eine internationale Strahlkraft die Keramiktage haben. Hier können sich die Keramikbegeisterten versammeln.“ Der Fokus der Ausstellung liegt auf Einzelstücken – mehr als 50 Prozent der Waren werden Unikate sein. Die qualitativ hochwertige Auswahl dieser Stücke würde sich bemerkbar machen, sowohl bei den Umsätzen als auch bei der Reputation innerhalb der Keramikszene. Es gäbe nur zwei internationale Keramikmärkte in Deutschland, und der in Oldenburg zähle zu den europäischen Spitzenmärkten, berichtet Anneken.

Diese gesamte Veranstaltung würde nicht nur die Keramikliebhaber erfreuen, sondern auch die Stadt würde davon profitieren, wie Stamm anhand einer Anekdote untermauert: „Da die Besucher kauffreudig sind, wurde mir schon erzählt, dass irgendwann die Geldautomaten beim Schlossplatz leer sind.“