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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kinderkonzert: Einfach elefantastisch ganz ohne erhobenen Rüssel

26.03.2018

Oldenburg Treffen sich zwei Kuscheltiere. „Einfach elefantastisch finde ich das!“, sagt der Elefant. „Absolut zum Wiehern!“, erwidert das Pferd. Wo das denn? Klar, die beiden haben das 3. Kinderkonzert des Staatstheaters besucht, mit dem „Kuscheltierkonzert“ von Klaus Wüsthoff, einem musikalischen Märchen für Orchester und Erzähler.

Ein Kuscheltier bleibt selten allein. Also haben sich im Kleinen Haus zwischen den Zuhörerplätzen, auf der Bühne und in der fantastischen Bildkraft der Musik jede Menge Bären, Füchse, Robben, Eichhörnchen, Schildkröten, Hasen, Affen und eben Pferde und Elefanten zusammengerottet.

Daran haben nicht nur Kinder und Eltern einen recht intensiven Spaß. Auch das Staatsorchester, Dirigent und Moderator Thomas Honickel und Erzähler Marne Ahrens werden sofort eins mit den Musik- und Kuscheltierfans.

Der in Berlin lebende Wüsthoff (95) hat die Musik 1997 komponiert und 2006 überarbeitet. Das Werk ist pädagogisch höchst ambitioniert. Doch mit solchen Absichten drängt es sich nie auf, es packt einfach direkt von innen heraus.

Natürlich ordnet der Komponist bestimmten Figuren charakteristische Melodien, Rhythmen und Klangfarben zu. Pate standen sicherlich Sergej Prokofjew mit seinem „Peter und der Wolf“ oder auch Benjamin Britten in seinem „Orchesterführer für junge Leute“. Doch bei denen liegt die Altersgrenze höher. Und manchmal scheint deren Musik auch auf Kenner zu zielen, die sich gern in Musik für junge Menschen versetzen.

Wüsthoff greift hingegen Kindergartenkinder, Vor- und Grundschüler direkt bei ihrer Offenheit und unverbogenen Fantasie. Wenn die Kuscheltiere zum Eigenleben erwachen und den vom Pferd gestürzten Marne trösten, fließen tierische Träume und menschliche Wirklichkeiten vielfältig ineinander. In der Musik führt der Komponist eingängige, aber selten banale Melodien bruchlos mit Pop und Jazz-Elementen zusammen.

Dirigent Honickel hat als eigenes Kuscheltier einen kleinen Pinguin mitgebracht, „weil er der Kollege des Dirigenten ist“. Aber der Konzertpädagoge ist natürlich vor allem ein Fuchs, der weiß, wie er die Spannung ohne Abfall oben hält. So lässt er zwischendurch Wiebke, Marie, Katharina oder Nina authentisch erklären, wie man sich am besten auf einem Pferd hält: „Einfach richtig in den Sattel setzen.“ Und die Zügel? „Sind zum Lenken.“ Am Anfang hilft auch mal ein „Vater, der das Pferd führt“.

Ruckzuck ist die fantastische Stunde vorbei, eine richtig lehrreiche. Und das ganz ohne erhobenen Rüssel.

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