OLDENBURG - Ungewohnte Geräuschkulisse: Wo sonst die Glocken den Ton angeben, hatte sich scheinbar ein Schwarm exotischer Vögel niedergelassen. Es zwitscherte und tirilierte rund um die Lambertikirche. Grund waren Vogelstimmenpfeifen, die ein Tierpark als Gewinn beim Glücksrad ausgelobt hatte. Nur eine von vielen Aktivitäten für den Nachwuchs beim Kinderstadtfest am Sonnabendnachmittag.

Mitmachen war angesagt hinter der Kirche. Denkspiele mit Holzformen, buddeln im Sand und die Hüpfburg sorgten für Spaß. Besonders beliebt war die Torwand vom Werder-Bremen-Kids-Club, bei der sogar einige Väter gerne ein paar Bälle versenkt hätten – doch sie war den Kindern vorbehalten.

Gerne ließen sich Mädchen und Jungs auch bei der Schminkstation in Tiere oder Fantasiegestalten verwandeln. Zwischendurch sorgte derweil der Kasper immer wieder für eine lachende Kinderschar.

Auf dem Marktplatz lief gleichzeitig das große Bühnenprogramm für die jungen Stadtfestbesucher. Musik und Tanz wechselten sich ab mit sportlichen Vorführungen. Besonders die gewagten Sprünge der „Gravediggers“ sorgten für Staunen. Die Skateboarder hatten extra eine Rampe aufgebaut, um ihre Tricks zeigen zu können.

Auch wenn manch heftiger Schauer den Marktplatz kurzfristig leerte, war das Publikum für die Nachwuchskünstler schnell wieder da. Bei der ersten Auflage von „Oldenburg sucht den Kinderstar“ gab es tolle Vorführungen und nur positive Urteile von einer fairen Jury. „Ich war vorher richtig aufgeregt und hatte sogar ein wenig Bauchweh“, verriet die zehnjährige Raja. Ein südafrikanisches Freiheitslied gab sie dennoch professionell zum Besten.

Der Sieg ging jedoch an Mieke, Greta und Paula, die mit ihrer ABBA-Interpretation die Jury am meisten beeindruckten.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)