Oldenburg - Zum neuen Kreispfarrer ist Torsten Maes aus Moers in Nordrhein-Westfalen von den Synodalen des Ev.-luth. Kirchenkreises Oldenburg am Samstagnachmittag gewählt worden. Die Delegierten sprachen sich mit deutlicher Mehrheit, mit 34 von 51 Stimmen, für den 56-jährigen Theologen aus. Er wird Nachfolger von Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann die Ende Februar kommenden Jahres in den Ruhestand verabschiedet wird. Die Amtszeit ist auf acht Jahre begrenzt, anschließend ist eine Wiederwahl möglich.

Ein Wahlausschuss hatte der Kreissynode eine Kandidatin und zwei Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen. Neben Torsten Maes kandidierten Pfarrerin Gabriele Kölling (56) aus Magdeburg und Pfarrer Christian Reiser (60) aus Berlin. Angesichts der Corona-bedingten Hygiene- und Abstandsregeln hatten sich die Bewerberin und die Bewerber auf den Synodalen per Video-Konferenz vorgestellt. Die Wahl fand in der Oldenburger Kirche St. Ansgar statt.

Pfarrer Torsten Maes stammt gebürtig aus Duisburg, hat Ev. Theologie studiert und ist Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Nach dem Vikariat in der Kirchengemeinde Moers-Asberg hatte er seit 1998 auch die zweite Pfarrstelle in dieser Gemeinde inne. Seit 2008 ist er Pfarrer in Moers. bis 2017 war er zusätzlich Assessor im dortigen Kirchenkreis Moers und Vorsitzender verschiedener Gremien. Maes ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Als unverzichtbaren Kern kirchlicher Arbeit nennt Maes eine zeitgemäße geistliche Arbeit in Gottesdiensten, Andacht und Meditation für alle Altersgruppen, mit Menschen aus allen Stadtteilen, Christinnen und Christen wie nicht kirchlich Gebundenen. Wichtig sei ihm auch die Ökumene und der Schulterschluss mit anderen religiösen Menschen.

Zum Kirchenkreis Oldenburg Stadt gehören acht Kirchengemeinden (Bloherfelde, Nikolai Eversten, Ofen, Ofenerdiek, Ohmstede, Oldenburg, Osternburg und St. Ansgar Eversten) mit knapp 71 000 Mitglieder (Stand Ende 2019).