OLDENBURG - Mit dem Rondo „Flying Feathers“ von Volker Leiß stimmte Nicole Gorris am Sonntagabend mit fröhlich-leichter Flöte, begleitet von Thomas Schumann am Klavier, das Publikum in ein beseeltes Konzert in der St.-Christophorus-Kirche ein.

Zuvor hatte Nicole Gorris die Zuhörer an den guten Zweck dieses Abends erinnert, denn „die Kollekte ist für das Krankenhaus in Sierra Leone bestimmt“. Zudem trage das seit vier Jahren bestehende Projekt „Hilfe direkt für Sierra Leone“ des Vereins zur Förderung interkultureller Begegnung Früchte: „Letzes Jahr wurde das Dach fertig gestellt und dieses Jahr haben die Oldenburger Krankenhäuser eine Patenschaft übernommen, so dass das Krankenhaus in der Stadt Bo dieses Jahr noch in Betrieb genommen werden kann“, berichtete Gorris.

So sollte der Abend ein glücklicher werden­ ­– und unterstützt wurde dies durch sieben Musiker, die auch beim vorigen Benefizkonzert für Sierra Leone spielten. Unter dem Motto „Musik aus Folk, Pop & Musicals“ interpretierten sie zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten. Da begeisterte vor allem Florian Poser an seinem Vibraphon. Spannend arrangiert und mit jazzigen Elementen verwoben präsentierte er „I’ve grown accustomed to her face“ aus dem Musical „My fair Lady“ von F. Loewe. Später bezauberte er durch eine spontane Improvisation, für die das Publikum fünf beliebige Töne nennen sollte. Unglaublich, mit welchem Phantasiereichtum er die Töne verknüpfte und dabei technisch brillierte.

Auch die Klezmer-Arrangements (jüdische, vorwiegend instrumentale Volksmusik) für Saxophon von Uwe Heger ließen so manchen aufhorchen. Die Einzigartigkeit und Vielfalt seines Ausdrucks an seinem Instrument kamen gerade hier zur Geltung.

Viel Applaus ernteten an diesem Abend auch die Sänger unter den Musikern. So erfreute Valerie Gorris mit warmer Stimme und zartem Vibrato, starken Ausdruck bewies Annie Heger. Mit dem Klassiker „When october goes“ von Barry Manilow überzeugte gefühlvoll Markus Sobota. Dass die drei auch gemeinsam singen können, bewiesen sie a-capella in „For the longest time“ von Billy Joel. Die Freude an dem rhythmischen Song konnte man aus ihren Bewegungen ablesen und so brauchten sie nicht lange, um das Publikum zum Mitwippen und -schnipsen zu bewegen. Da war es kein Wunder, dass dieser insgesamt erfolgreiche Abend mit dieser fröhlichen Zugabe endete.