OLDENBURG - Seid ihr gut drauf?“ – „Jaaa“, schallte es dem Gospelchor enthusiastisch aus dem Publikum entgegen. Das war alles andere als selbstverständlich nach einem etwas missglückten Start beim Singout-Gospel-Konzert am Sonnabend in der Kreuzkirche. Dank der tollen Leistung der Sänger und Musiker fand der Abend einen gelungenen Abschluss.
„Eigentlich hätte das Konzert in der Weser-Ems-Halle stattfinden sollen“, erklärte Hanna Gerlach, die im etwa 80-köpfigen Sing-out-Gospelchor sang, „aber da nicht genug Karten verkauft worden sind, wurde es in die Kreuzkirche verlegt.“ – Und hier wurde es schwer, Besuchern, die eine Platzkarte gekauft hatten, einen adäquaten Platz in der Kreuzkirche zu bieten, die keine nummerierten Plätze hat. Oftmals hatten sich auf eigentlich reservierte Plätze andere Zuschauer gesetzt, die mit ihrer im Nachhinein gekauften Karte freie Platzwahl hatten. Der Beginn des Konzerts zögerte sich um gut 20 Minuten hinaus. Chorleiter Edwin Silas bat „ganz herzlich darum, sich den Abend nicht davon verderben zu lassen“.
Zum Glück ließen sich die Akteure von Anfang an nicht die Freude nehmen und gewannen das Publikum mit vollem Einsatz für sich. Bei nahezu allen Liedern stand das Publikum auf, wippte oder klatschte mit. Besonders Solist Timothy Riley aus Amerika vermochte mit Stimme und Ausstrahlung zu begeistern – obwohl die Akustik in einer Kirche eine andere ist als die in der Weser-Ems-Halle.
„Were Gonna Make It“ hieß eines der Lieder; „diese Nachricht möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben“, erläuterte Julie Okuesa vom Gospel-Team den Zuschauern, „,Ihr werdet es schaffen, egal, welche Steine euch in den Weg gelegt werden. Gospel bedeutet ,gute Nachricht.“
