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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Martin Tingvall zündet die nächste Raketenstufe

12.08.2019

Oldenburg Es ist sicher keine schlechte Idee, im Jubiläumsjahr der ersten Mondlandung ein neues Album „The Rocket“ zu nennen. Und wenn die Rakete auch noch zum oberen Rand der Vinyl-Charts aufsteigt, kann man wohl von einer erfolgreichen Mission sprechen. Ob nun die nächste Stufe zündet, will Martin Tingvall auf seiner Konzertreise beweisen, die den Pianisten am 13. September in die Garnisonkirche Oldenburg, Peterstraße 43, führen wird.

„The Rocket“ sei ihm als Titel einfach so eingefallen, sagt Tingvall im Gespräch mit unserer Zeitung. Vielleicht ist daran die Mondlandung vor 50 Jahren schuld. „Themen wie Raumfahrt und Astronomie haben mich immer interessiert. Alle Dinge, die zu groß sind, um sie nebenbei abzuhandeln. Dann spüre ich Demut und fühle mich ganz klein. Dazu gehört für mich auch die Frage, warum es etwas in den Menschen auslöst, wenn sie dieses oder jenes Stück von mir hören.“

Den großen Erfolg, den der Schwede mit Wahlheimat Hamburg in den vergangenen zwei Jahrzehnten als Künstler solo am Klavier und im Jazz-Trio mit Jürgen Spiegel und Omar Rodriguez errang, weiß er gut einzuschätzen. Erfolg hat er auch als Komponist von Filmmusik für einige Kölner Folgen des „Tatort“ oder der Arte-Dokumentation „Hüter der Tundra“, oder im Songwriting für Udo Lindenberg bei „Wenn Du durchhängst“ und „Das Leben“. „Ich habe große Pianisten wie Chick Corea und Keith Jarrett gehört. Und bei Abdullah Ibrahim habe ich fast geweint, so sehr hat mich sein Klavierspiel berührt. Mit ihnen kann ich mich nicht vergleichen. Ich bin Martin und koche in meiner kleinen Suppe. Und ich bin sehr glücklich, dass so viele Menschen meine Musik mögen.“

Tingvall tut, was er kann – und das herausragend. „Auf dem Klavier kann man alle Register spielen – von minimalistisch bis gewaltig. Das gibt einem unglaublich viele Möglichkeiten, aber es ist auch eine große Herausforderung“, verrät der 45-Jährige, der selbstkritisch genug ist, zu entscheiden, was er seinem Publikum zumutet. „Ich probiere ständig etwas aus, so wie ich jeden Tag komponiere. Aber nicht immer wird etwas daraus.“

Die Neugier auf technische Ausrüstung und elektronische Instrumente ist groß. „Ich arbeite für Soundtracks mit Keyboards und Sampling. Und ich habe einen Fender Rhodes im Keller. Aber ich glaube nicht, dass ich ein guter Keyboarder bin. Für mich ist das eine andere Welt.“

Den echten Martin Tingvall können die Zuhörer in der Oldenburger Garnisonkirche erleben. Ein Spielort, der den erfahrenen Pianisten herausfordert. „Manche Kirchen haben drei Sekunden Nachhall, manche 13 Sekunden. Entsprechend muss ich andere Akzente setzen und das Tempo anpassen. Aber ich mag das. Ich springe gern direkt ins Wasser.“ Karten unter


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Oliver Schulz Redakteur / Kulturredaktion
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