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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musikikone Alan Parsons lüftet ein Geheimnis

22.02.2019

Oldenburg Die Triumphe dieses Musikers sind Legende. Verantwortlicher Tontechniker bei berühmten Aufnahmen von Pink Floyd, John Miles oder Steve Harley, musikalischer Kopf von millionenschweren Vertonungen der Geschichten von Edgar Allen Poe und Isaac Asimov – wo Alan Parsons ist, sind Erfolge nicht weit.

Das könnte sich am 14. Juni erneut zeigen. Dann tritt der Brite in der Oldenburger Weser-Ems-Halle auf – und in der neuen Show gibt es nicht nur das Beste aus 43 Jahren symphonisch-progressivem Rock-Pop von und mit Alan Parsons. Nein, der Meister und seine achtköpfige Begleitband „Live Project“ lüften dann auch ein Geheimnis.

Eingängiger Mix

„The Secret“ ist der Titel des neuen, bereits 18. Albums (solo und mit Band) des Multitalents an Instrumenten und in der Studioarbeit. Und um dieses „Secret“, das knapp zwei Monate vor dem Oldenburger Gastspiel erscheinen soll, wird zurzeit noch der Mantel des Schweigens gehüllt. Ein „eingängiger Mix aus Pop-Rock mit symphonischen und Progressive-Rock-Einlagen“, nur so viel lässt sein Management auf hartnäckige Nachfrage zumindest mitteilen. Und weiter: Nach dem elektronischen „A Valid Path“ markiere die neue Aufnahme „eine Rückkehr zu genau jenem Sound, der sein Alan Parsons Project weltbekannt machte“. Man kann sich also auf Neues in bekannter Manier freuen.

Wobei das mit dem bekannten Material auch so eine Sache ist. Als ausgefuchster Arrangeur und erfahrener Organist und Gitarrist weiß Alan Parsons (70) um die Vergänglichkeit vertrauter Melodien. Also können Songs aus „Tales of Mystery and Imagination“, „Pyramid“, „I, Robot“ oder „Gaudi“ im Konzert ziemlich genau wie die Originale klingen, oder auch ganz anders.

Der Wiedererkennungswert allerdings, der bleibt erhalten. Und wer weiß, vielleicht sind im Juni 2019 ja auch schon Lieder des im April erscheinenden „The Secret“ zu Gassenhauern geworden. Gassenhauer wie das famose „Sirius“, ein Instrumental aus dem Album „Eye in the Sky“ von 1982, das gern als mysteriöse Eröffnungsfanfare in den Sportstadien dieser Welt genutzt wird.

Alan Parsons kann so oder so aus einem reichhaltigen Fundus eingängiger Melodien schöpfen. Was bei seiner ersten Station als Musiker, der Bluesrock-Band „The Earth“, noch wenig deutlich hervortrat. Ab Ende der 1960er Jahre machte er dagegen als Toningenieur von sich reden. Zunächst als Assistent bei Beatles-Aufnahmen in den Abbey Road Studios, später dann – sein großer Durchbruch – als Cheftechniker von Pink Floyds Meisterwerk „Dark Side of the Moon“ (1973). Weitere Erfolge feierte der Produzent mit Al Stewards „Year of the Cat“, John Miles’ „Music“ oder Steve Harleys „Make Me Smile“.

Kein Nischendasein

Die Arbeit hinter der Studio-Trennscheibe endete 1975, als Parsons auf Eric Woolfson traf, der als Manager und Mitkomponist dessen Karriereweg neu definierte. Das Alan Parsons Project wurde als Studio- und später auch Konzertprojekt etabliert, der Techniker mit musikalischen Wurzeln wurde zum zentralen Musiker einer Band, der zudem wusste, wie man Songs richtig gut aufnimmt.

Das Gruppen-Projekt wurde 1993 beendet, seitdem ist Parsons solo mit verschiedenen Begleitern aktiv. Doch auch in der aktuellen Formation, die seit 2010 besteht, führt der Brite den schlagenden Beweis, dass progressiver Rock (auch Art­rock genannt) kein Nischendasein fristen muss, wenn er nur hörbar und unterhaltsam ist.

Klaus Fricke
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