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Krebs: Sänger Bino stirbt in seiner Heimat

Heinz Arndt

OLDENBURG - Im Alter von nur 57 Jahren ist am Dienstagmorgen der Sänger Bino („Mamma Leone“) in seiner italienischen Heimatstadt Palermo an einem Krebsleiden verstorben. Der Sänger hatte lange in Oldenburg gelebt.

Sein deutscher Freundeskreis um den Hamburger Produzenten Rainer Felsen und den Oldenburger Sänger Klaus Baumgart („Klaus & Klaus“) trauert um den Sänger, der mit bürgerlichem Namen Benedetto Arico hieß. Aber: „Der Tod war für Bino eine Erlösung. Er litt schon seit längerem an einer Krebserkrankung und hatte zuletzt sieben bösartige Tumore im Kopf“, hieß es aus dem Kreis seiner Freunde.

Es war im Jahre 1979 als Bino mit dem von dem bereits verstorbenen Drafi Deutscher geschriebenen Lied „Mamma Leone“ seinen einzigen großen Hit landete. Die Experten aus der Musikszene sagten dem auch zu jener Zeit in Oldenburg lebenden Sänger mit der unverkennbaren Schmuse­stimme eine große Karriere voraus.

Doch Bino nutzte die ihm sich bietenden Chancen nicht. Stattdessen genoss er das Leben in vollen Zügen, ließ vereinbarte Termine sausen und wandelte stattdessen auf der Sonnenseite des Lebens.

Kondolenzbuch für Bino auf NWZtrauer

Bino - Aus der Kneipe zurück auf Showbühne

Bino - Von der Showbühne in die Strandbar

Das rächte sich für den kleinen Italiener mit der gewaltigen Stimme schon bald. All seine Versuche, einen ähnlichen Hit wie „Mamma Leone“ zu landen, schlugen fehl. „Mamma Leone“ blieb ein einmaliger Erfolg. Bis zuletzt hoffte er auf ein Comeback.

Eigentlich sollte der einstige Architektur-Student die Firma seines Vaters in Italien übernehmen, doch er widmete sich lieber der Musik, kam mit einer Band 1975 nach Deutschland und blieb hier. In Oldenburg betätigte er sich zunächst als Eisverkäufer und trat zu verschiedenen Anlässen als Sänger auf. Bis 1979 „Mamma Leone“ sein Leben total veränderte.

Bino als Gastwirt

In den 80er und 90er Jahren betrieb Bino verschiedene Kneipen in Oldenburg bzw. war an ihnen beteiligt. So u.a. an der Donnerschweer Straße das „Viva l’artista“, das zwischenzeitlich Treffpunkt eines Teils der Oldenburger Musikszene war. Bino betätigte sich zwischenzeitlich auch als Produzent und unterstützte u.a. den Schlagersänger Oliver Lukas. Anfang 2000 zog sich Bino nach Mallorca zurück, wo er zeitweise am Strand von Camp de Mar eine Kneipe betrieb.

Freundschaften gepflegt

Oldenburg blieb Bino immer verbunden. „26 Jahre habe ich in der Stadt gelebt und das waren schon schöne Zeiten“, sagte er immer wieder, wenn er auf Oldenburg angesprochen wurde.

So besuchte er auch des Öfteren die Stadt, zumal er hier noch immer zahlreiche Freunde und Bekannte hatte. Fester Anlaufpunkt war dabei das Restaurant „Le Journal“, mit dessen Chef Werner Kropp er eine langjährige Freundschaft pflegte. Wie jetzt aus seinem italienischen und deutschen Freundeskreis zu hören war, ist angedacht, dass dieser Freundeskreis den letzten Wunsch von Bino erfüllt und ihn in Oldenburg beerdigen lässt.

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