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Kultur Hier gibt es nichts zu verbergen

Oldenburg - Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten, oder? – Um Geheimnisse, Verrat und Liebe dreht sich eine neue Produktion des Jugendclubs, die am Montag, 28. Mai, in der Kulturetage Premiere feiert.

Der Jugendclub, die Theatergruppe des Vereins Jugendkulturarbeit, fragt in „Nothing to Hide – nichts zu verbergen“, warum Geheimnisse wichtig sind – oder eben auch nicht. 17 Jugendliche aus sechs Ländern, zwischen 16 und 26 Jahren alt, stehen auf der Bühne der Kulturetage.

Soziale Netzwerke

„Wir erzählen in dem Theaterstück von privaten Geheimnissen, aber auch von Geheimnissen in der Politik und der Selbstermächtigung durch Geheimnisse“, beschreibt Gina Schumm vom Leitungsteam des Clubs den Inhalt. Seit Ende Oktober wurde für die eineinviertelstündige Aufführung geprobt.

Herausgekommen sei eine Art Märchen, sagt Gina Schumm. Geheimnisse könnten gut oder schlecht, lustig, peinlich und schmerzhaft und vieles mehr sein und manchmal an Grenzen gehen, so Schumm. „Geheimnisse kontrollieren Menschen in ihrem Verhalten auf so viele Arten, dass wir uns oftmals nicht verstehen können und endlich Licht auf diese geheimen Anteile haben wollen.“

Die Doppelnatur von Geheimnissen erkläre auch den Erfolg der Sozialen Netzwerke, sagt Schumm. „Nur was geteilt wird, ist wichtig. Wir sind es, die entscheiden, wann unser Geheimnis bekannt wird; vielleicht unwissentlich, vielleicht inszeniert.“

Was plaudern wir aus?

Ausgangspunkt der Überlegungen seien alltägliche Dialoge wie „Ich habe nichts zu verbergen. Wirklich nicht? Echt jetzt? Komm, erzähl … Ja, aber erzähl es niemandem weiter ...“ Schumm: „Ich vertraue anderen unter dem Siegel der Verschwiegenheit Geheimnisse an, die dann vielleicht doch weiter erzählt werden. Und natürlich plaudern wir alle Geheimnisse aus. Erst mitgeteilt, bekommen Geheimnisse Macht und binden Menschen an uns.“ Geheimnisse zu haben, sei eine Form der Ermächtigung.

Der Jugendclub beschäftige sich mit privaten und öffentlichen Geheimnissen, eigenen und recherchierten. Auch Geheimnisse aus dem Blog „Nothing to Hide“ seien eingeflossen.  Schulklassen können sich auch noch kurzfristig für eine Aufführung melden.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
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