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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kunst: Kleine Blätter bereiten große Freude

01.02.2020

Oldenburg Nein, gemütlich wirkt es nicht im Eiderland. Aber das war sicher auch nicht Horst Janssens Absicht, als er vor 35 Jahren den Radierzyklus gleichen Namens auflegte. Die dargestellte Landschaft wirkt rau und karg, die Bäume trotzen darin erdverwachsen Sturm und Regen. Der Betrachter ist geneigt, die Mütze tiefer über die Ohren zu ziehen. Gleichzeitig ist jedes Werk ein Kleinod, das die Hand des Künstler-Genies trägt, so zart und berührend.

Der große Oldenburger Grafiker und Illustrator, der von 1929 bis 1995 lebte und wirkte, hatte die Landschaftsradierungen im Jahr 1985 für eine Ausstellung im Oldenburger Kunstverein geschaffen. Auch deshalb ist die Freude groß, dass die insgesamt 89 Blätter zum Auftakt des 20-jährigen Bestehens des Horst-Janssen-Museums als Dauerleihgabe in dessen Sammlung übergehen. Möglich machte dies der Verein der Freunde und Förderer, insbesondere die durch das Unternehmen Lederwaren Hallerstede initiierte Großspende.

Michael Kroos, erster Vorsitzender des Vereins, war glücklich, den Radierzyklus an das Museum übergeben zu können: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, gerade diesen Zyklus aus einem Privatbesitz anzukaufen. Die Arbeiten haben durch die Janssen-Ausstellung von 1985 einen starken Oldenburg-Bezug.“

Zudem lobte er dieses besondere Public Private Partnership als „absolut nachahmenswert“. Bei der Eröffnung ihrer neuen Geschäftsräume hatte die Unternehmerfamilie aus Oldenburg auf Blumen und Geschenke verzichtet und stattdessen gebeten, den Verein finanziell zu unterstützen. Dieser Bitte sei großzügig entsprochen worden. Zum Kaufpreis machte Kroos keine Angaben.

Für Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, sind die Eiderland-Arbeiten eine willkommene Ergänzung des Museumsbestandes. „Wir möchten gern alle Radierzyklen von Horst Janssen in unserem Haus haben. Umso schöner ist es, dass unser engagierter Förderverein die große Ausgabe des Eiderland-Zyklus mit 89 Blättern gekauft hat. Wie Janssen in diesen kleinen und zarten Landschaftsradierungen Wind, Sturm und Regen eingefangen hat, ist schon legendär.“

Die am Donnerstag im Oldenburger Haus präsentierte Auswahl von 16 Blättern erzählt auf den ersten Anblick eine eigene Bilder-Geschichte, wie eine Graphic Novel. Erstaunlich ist, welche Empfindungen Janssen in seinen Kleinstwerken einbrachte und auslöste.

Offen ist, in welcher Form und im welchem Kontext die Neuerwerbungen gezeigt werden, sagte Museumsleiterin Jutta Moster-Hoos. Für die große Menge der kleinen Radierungen benötigt das Museum mehr als „nur“ Raum und Fläche. „Aber da wird uns sicher etwas einfallen.“


  www.horst-janssen-museum.de 
Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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