OLDENBURG - Mystische Gestalten, verlorene Schätze, kleine Boote, die gegen gigantische Wellen kämpfen – die Besucher des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte werden schon bald von beeindruckenden Wasserwelten umgeben sein.

Rund 200 Schülerinnen und Schüler, von der Grundschule bis zur 13. Klasse, haben ein Halbjahr lang an ihren Werken gearbeitet. Diese werden nun in einer museumspädagogischen Ausstellung unter dem Titel „Stille Wasser und perfekte Wellen“ im Schloss gezeigt.

Das Landesmuseum eröffnet mit den Werken der Jungkünstler am Donnerstag, 29. April, um 16 Uhr die vom Kulturrat im Oldenburger Land initiierte Reihe „Alles fließt“. Bis zum 24. Oktober können die Gäste des Oldenburger Schlosses Bilder, Collagen und Skulpturen auf sich wirken lassen.

Inspirationen holten sich die zehn Klassen, Wahlpflichtkurse und Arbeitsgemeinschaften der Helene-Lange-Schule, Realschule Alexanderstraße, Grundschule Petersfehn, Comeniusschule und Hauptschule Kreyenbrück sowie die Studenten der Oldenburger Universität im Prinzenpalais. 14 ausgewählte Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert dienten als Grundlage.

„Doch das Experimentieren stand bei der Arbeit an den Projekten im Vordergrund“, erklärte Irmtraud Dannemann-Warmbold. Eine Woche vor Ausstellungseröffnung machte sich die Texillehrerin der Realschule Alexanderstraße mit den Schülern an den Aufbau. Beeindruckt von den Räumen des Schlosses machte sich bei den jungen Künstlern schnell ein wenig Stolz bemerkbar. „So eine Ausstellung ist schon aufregend. Viele Leute werden unsere Bilder sehen“, sagte die 15-jährige Laura Olthoff.

Ziel ist, das Interesse der Kinder und Jugendlichen an Kunst und Kultur zu fördern. „Viele Schüler finden durch ihre eigenen Werke den Weg ins Museum und bringen auch Freunde und Familie mit“, weiß Dr. Doris Weiler-Streichsbier, die Leiterin der Museumspädagogik.