OLDENBURG - Das zweite Landeskulturfest bot vor allem eines: Vielfalt. Das ganze Wochenende über auf dem Schlossplatz, im Staatstheater und im Schloss wurde Musik, Theater, Show, Kulinarisches und noch vieles mehr geboten. Wer nichts verpassen wollte, brauchte vor allem Ausdauer.

Sorgen machte einzig der Himmel, der leider hin und wieder seine Schleusen öffnete. Dass auch unter dem Regenschirm die Sonne schien, dafür sorgten die Auftritte der vielen internationalen Gruppen. Die Tänzer und Trommler der Sambaschule Oldenburg-Eversten, der türkische Chor Alaturka oder die Tango Argentino-Tänzer vermittelten das Lebensgefühl aus sonnigeren Gefilden. Überhaupt zeigten die Darbietungen aus den verschiedensten Kulturkreisen, wie vielfältig sich die Bevölkerung des Oldenburger Landes zusammensetzt.

Doch auch die heimische Kultur kam nicht zu kurz. Die Spieker-Volkstanzgruppen führten beim „Dans up de deel“ Tänze aus der Region in traditionellen Gewändern auf. Heimisch fühlten sich auch die Besucher, die noch des Plattdeutschen mächtig sind. Denn im Schloss lasen Autorinnen und Autoren des Spieker-Schrieverkrings aus ihren Werken. Und Heinrich Benjes zeigte, dass auch so manch alt bekanntes Märchen im Plattdeutschen noch zusätzlich an Charme gewinnt, weshalb nicht nur Kinder ihm gespannt zuhörten.

Viel Betrieb war auch im Staatstheater. Die Kleinsten staunten hier über „die kleine Zoogeschichte“, die Größeren eher bei „Kasimir und Karoline“ und alle Musikfreunde über Senza Replica, der Bläserphilharmonie Varel – nur drei von diversen Veranstaltungen, die die Besucher ins Theater lockten.

Zurück auf dem Schlossplatz wurde es auch manchmal poppig, zum Beispiel bei der A-cappella-Gruppe „bon.timbre“ oder der jungen Band „Friends & Strangers“ aus Nordenham.

Viel Programm, das auch hungrig machte. Gut, dass die kulinarische Kultur sich ebenfalls reichhaltig präsentierte. Ob Kartoffelsuppe aus dem Münsterland, Lammspieß aus der Wesermarsch oder Labskaus aus Wilhelmshaven – Hunger leiden musste niemand.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)