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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Lesung: Schaurige Effekte ohne großen Firlefanz

01.02.2020

Oldenburg Wer die Detektivreihe „Die drei ???“ und ihre Hörspiele kennt, dürfte sich in der Kulturetage zwischendurch gleich mehrmals gewundert haben, welche Story er denn gerade hört. Während die Zuschauer am Donnerstagabend in Oldenburg zum großen Teil angespannt, fast starr, der mit leiser Musik gespeisten Lesung zuhörten, fanden sich einige Fans der Detektiv-Geschichten mit geschlossenen Augen sicherlich im sonnigen (fiktiven) Rocky Beach wieder.

Zu markant ist die jugendlich gebliebene Stimme von Jens Wawrczeck, der meistens den „Peter“ des Jugendtrios bei den drei Fragezeichen spricht und mit den Geschichten auch auf Tournee geht. Diese Stimme kennt mittlerweile beinahe jeder. Am Donnerstag allerdings kam er allein nach Oldenburg: zumindest als Sprecher. Auf dem Stuhl sitzend, dunkel gekleidet, nur ein Mikro vor sich, ein paar Meter neben ihm – fast im Dunkeln verschwindend – sein Kollege Jan Peter Pflug, der für die Musik und Zwischenlaute verantwortlich ist.

Es ging um einen der, laut dem Künstler, wohl schaurigsten Filme der Geschichte, besonders in Anbetracht der damals zur Verfügung stehenden Technik. Jens Wawrczeck las „Die Vögel“. Alfred Hitchcock hatte den Film produziert. Die Geschichte, original geschrieben von der Britin Daphne du Maurier, sorgte bei den Gästen für große Spannung.

Denn sie entstand vor allem durch die Stimme des bekannten Sprechers – und leise Begleitmusik. Der Protagonist des Abends spielte mit ihr, betonte die Silben deutlich und pausierte an wichtigen Passagen, sodass der Effekt besonders stark war. In der gesamten Vorstellung gab es von Wawrczeck keinen nennenswerten Versprecher beim Vortrag. Technisch groß. Der Fokus der Musik lag auf den Vögeln, die penetranten Töne des Gefieders gaben der Lesung etwas Reales. Dazu trug auch die Mimik Wawrczecks bei: aufgerissene Augen, ein wirrer Blick. So saßen Gäste bis zum Schluss ohne Regung da, erst anschließend lockerte sich auch der Protagonist.

Teilweise etwas eintönig kam die Story daher, da sie ja schon bekannt war. Es waren wenige Überraschungsmomente zu finden, und auch wenige technische Effekte – doch das war wohl Ziel der Vorstellung.

Den meisten Zuschauern jedenfalls gefiel es, auch die Peter-Fans (oder die der drei Fragezeichen), von denen am Donnerstag einige gekommen waren, dürften Wawrczeck weiter feiern. Auch solo ist er ein starker Erzähler.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
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