OLDENBURG - Viele Erwachsene lesen inzwischen begeistert die Kinderseiten von Tageszeitungen. Experten erklären dort oft mit einfachen Worten Begriffe wie Atomstreit, Schießbefehl oder Nato – und so mancher Erwachsener denkt: „Aha, so ist das also.“ Wer die 33. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (Kibum) besucht, wird ähnliche Erfahrungen machen. Viele der 2000 Neuerscheinungen lösen bei erwachsenen Besuchern Aha-Erlebnisse aus. Aber es gibt noch mehr Gründe, warum sich ein Kibum-Besuch für Erwachsene lohnt. Hier sieben Tipps:

Der Reise-Tipp: Zurück in die Kindheit – wer in die Vergangenheit reist, trifft auf der Kibum etliche alte Bekannte wie Michel aus Lönneberga, Lotta, Madita, die Kinder aus Bullerbü oder Pippi Langstrumpf wieder.

Der Französisch-Tipp: So mancher möchte schon seit Jahren sein Schulfranzösisch auffrischen. Die diesjährige Kibum mit französischen Autorenlesungen, Theateraufführungen und Sprachworkshops im Angebot bietet da eine gute Gelegenheit. „Vorhang auf“ heißt es beispielsweise am 18. November ab 18 Uhr im PFL. Die Papiertheateraufführung „Notre Dame de Paris“ in französischer Sprache stellt zwar durchaus Ansprüche an Nicht-Franzosen. Aber zur Entspannung gibt es im Anschluss Baguette, Rotwein und Käse – das löst die Zunge.

Der Bilderbuch-Tipp: Wie kommen eigentlich Bilder ins Buch? Die Bilderbuchkünstlerin Isabel Pin erklärt im PFL am 16. November ab 9.30 Uhr und ab 17. November ab 11 Uhr, wie ein Bilderbuch entsteht. Eltern können bei dieser Veranstaltung ihren Kindern nur über die Schultern schauen: Anmeldung: 0441/23 53 940.

Der Film-Tipp: Mal wieder herzhaft lachen, ein bisschen weinen, nachdenken oder philosophieren – anlässlich der Kibum zeigt das Oldenburger Casablanca-Kino ausgewählte Kinder- und Jugendfilme, die auch Erwachsene ansprechen. So erzählt „Der Traum“ die Geschichte von Frits, der 1969 in die sechste Klasse einer neuen Schule wechseln muss. Dort herrscht seit 25 Jahren Direktor Svendsen mit eiserner Hand. Dass seit einem Jahr die Prügelstrafe verboten ist, wagt ihm keiner entgegenzuhalten. Erst Frits beginnt sich zu wehren. Das Drama von Niels Arden Oplev wurde mehrfach ausgezeichnet (17. Nov. bis 21. Nov., jeweils 15.50 Uhr).

Der Familien-Tipp: Wer lieber im vertrauten Kreis der Familie seine Französischkenntnisse auffrischen möchte, besucht an diesem Sonnabend um 16.30 Uhr oder 17.15 Uhr das France Mobil von Romain Bardot. An Bord seines Renault Kangoos präsentiert der Franzose vor dem PFL sein Land und die Kultur auf unterhaltsame Weise. Weiterer Termin: 12. Nov., 16 Uhr.

Der Theater-Tipp: Eine Reise in längst vergangene Zeiten ist auch das Jugendtheaterstück „Il était einmal – Du premier toutou jusqu’au premier bisou. Vom Schnuller bis zum ersten Kuss.“ 16 junge Menschen aus den Partnerstädten Cholet (Frankreich) und Oldenburg entführen ihre Zuschauer an diesem Sonnabend ab 20.30 Uhr in die Vergangenheit. (Kulturetage, freier Eintritt, Anmeldung: 0441/924 800)

Der Musik-Tipp: Das Ensemble „Mubuntu“ sucht klangvoll nach verlorenen Tönen – eine Suche, an der sich auch Erwachsene beteiligen können. Im Mittelpunkt steht die kommunikative Seite der Musik (18. November, 14.30 Uhr, PFL).