OLDENBURG - Der Schriftsteller Gerd-Peter Eigner (67) erhält den mit 15 000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen. Mit dem Born-Debütpreis (10 000 Euro) wird Leif Randt geehrt. Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) zeichnet beide Autoren am 20. September in Göttingen aus.
Der Preisträger Gerd-Peter Eigner wurde 1942 in Malapane/Oberschlesien geboren. Er verbrachte den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Wilhelmshaven und Oldenburg, wo er am Wirtschaftsgymnasium sein Abitur machte. Er studierte u. a. in Hamburg. Von 1969 bis 1971 arbeitete er als Lehrer für verhaltensgestörte Kinder an einer Sonderschule und einem Heim in Bremen. Seit 1971 ist er freier Schriftsteller. 1982 war Eigner dann Stadtschreiber auf Burg Kniphausen bei Wilhelmshaven.
Nach vielen Reisejahren lebt Eigner seit 1998 in Olevano Romano (Italien) und Berlin. Seine Romane „Golli“, über „Brandig“, „Mitten Entzwei“ und „Lichterfahrt mit Gesualdo“ bis zu seinem jüngsten Stück „Die italienische Begeisterung“ sind zyklisch miteinander verbunden. Sie seien Protokolle einer Selbstvergewisserung und zugleich Zeugnisse einer mit großen Erzählatem verorteten Weltzugewandtheit, hieß es. in der Jurybegründung.
Mit Leif Randt wird ein junger Autor ausgezeichnet. Er hat u. a. an der Uni Hildesheim studiert. 2009 erschien sein Debütroman „Leuchtspielhaus“, in dem es um junge Menschen in London geht.
Mit dem Nicolas-Born-Preis werden herausragende Schriftsteller mit Bezug zu Niedersachsen ausgezeichnet.
