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Tote nach Anschlag in Straßburg – Täter auf der Flucht
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Aktualisiert vor 7 Minuten.

Entwicklungen Im Liveblog
Tote nach Anschlag in Straßburg – Täter auf der Flucht

NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ab in den Oldenburger Boxring!

17.04.2018

Oldenburg Fulminantes Finale: Nach etwa sieben Monaten Stückentwicklung und Probenzeit haben die beiden Erwachsenenclubs des Oldenburgischen Staatstheaters am Wochenende ihre Inszenierungen „Losing my religion“ beziehungsweise „Unser Erbe“ der Öffentlichkeit in der Oldenburger Exerzierhalle präsentiert.

Religion – was ist das? Kann ich das besitzen? Kann ich etwas verlieren, das ich nie besessen habe? Diesen Fragen sind die Teilnehmer unter der Leitung von Theaterpädagogin Sandra Rasch auf den Grund gegangen. In ihrem Stück „Losing my religion“ begeben sich die Darsteller in einen Boxring, kämpfen unter anderem darum, wer die besten Argumente für oder gegen Religion hat. Der Zuschauer begleitet die Figuren von der Geburt bis zum Lebensende. Persönliche Geschichten bilden dabei das Herzstück.

„Unser Erbe“ (Leitung: Hanna Puka) setzt sich mit der Frage auseinander, welchen Einfluss die Kriegserlebnisse unserer Vorfahren noch heute auf unser Denken, Fühlen und Handeln haben.

„Unser Erbe“: Die Darsteller des Erwachsenenclubs Bild: Mario Dirks

Seit September 2017 haben sich die Teilnehmer der beiden Clubs wöchentlich getroffen, im Februar fuhren sie gemeinsam auf Intensiv-Probenfahrt nach Osterholz-Scharmbeck. Und die gesamte Woche vor der Premiere standen mehrstündige Intensivproben auf dem Programm.

„Sehr beeindruckt hat mich der wertschätzende Umgang mit den einzelnen Persönlichkeiten und das strukturierte und fundierte Zusammentragen der Gruppenergebnisse“, resümiert Teilnehmer Holger Schlüsselburg, „in den letzten sechs Monaten habe ich mich intensiver und tiefer mit mir und meinem Glauben auseinandergesetzt als in den letzten 30 Jahren. Dieses Erlebnis, diese Gefühle und die tollen liebgewonnenen Menschen werden einen besonderen Platz in meinem Leben einnehmen. Ich bin glücklich und bewegt.“

Dankbar und begeistert waren alle Teilnehmer von der Arbeit der beiden Theaterpädagoginnen. „Sandra Rasch hat unseren Erwachsenenclub mit unangestrengter theaterpädagogischer Professionalität und ihrem ausgeprägtem Gespür für Gruppenprozesse dazu gebracht, sein Bestes zu geben und noch viel Spaß zu haben“, schwärmt Maleika Grahler. Hossein Panahi ergänzt: „Was ich gelernt habe in diesem Projekt, ist, dass wenn eine Berufsgruppe die Bezeichnung Pädagogik verdient, dann die Theaterpädagogik. Was hier herausgeholt wurde an Edelsteinen, an Fähigkeiten und Talenten, die in jedem drinstecken, ist wirklich unglaublich. Ich bin sehr dankbar dafür.“

Die Gruppe, die zum Thema „Kriegsschatten“ das Stück „Unser Erbe“ entwickelt hat, hat die NWZ in dieser Spielzeit mit einer Online-Dokumentation begleitet.

Beide Stücke werden am Sonntag zum letzten Mal aufgeführt.

Jantje Ziegeler
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2157

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