OLDENBURG - Beim Telefonieren ist man dran gewöhnt, jetzt beginnt die Konkurrenz mit Macht auf dem Fernsehmarkt. Zwei Tage, nachdem Kabel Deutschland angekündigt hat, in Oldenburg über seine Netze Telefonie anzubieten, geht die Deutsche Telekom in Oldenburg als Konkurrenz zu Kabel, Antenne und Satellitenschüssel in die Offensive.
„Ab sofort bieten wir in Oldenburg für über 50 Prozent der Haushalte Fernsehen über das Internet an“, sagte am Freitag Thomas Krieger, Leiter Technische Infrastruktur Niederlassung Nordwest der Telekom in Oldenburg.
Die technischen Voraussetzungen seien inzwischen geschaffen worden; 13 Stationen im Stadtgebiet verstärken die Internetsignale. In ihrem direkten Umfeld sei auch hochauflösendes Fernsehen (HDTV) via Internetleitung verfügbar. Oldenburg gehört damit zu den rund 750 Städten in Deutschland, in denen für den Großteil der Haushalte Internetübertragungsraten von 16 Megabit pro Sekunde möglich sind – Voraussetzung für Fernsehempfang über die Internetleitung. Rundfunkgebühren fallen nach wie vor an.
Die Telekom vermarktet das neue Angebot in den von ihr bekannten Paketen mit Telefonie- und Internet-Flatrate, zu der nun noch das TV-Angebot (bis zu 170 Sender) hinzukommt. Dazu gehört ein Dekoder, der das TV-Signal aus dem Internet auf den Fernseher speist. Extra-Funktionen sind Mehrfachaufnahmen (auch gleichzeitig), zeitversetztes Fernsehen und – über eine Festplatte – Pausen im Fernsehkonsum, nach denen man die laufende Sendung vom Moment der Unterbrechung aus weiter sehen kann. Hinzu kommen wählbare Angebote von Spielfilmen, teils kostenfrei, teils zu „videothekenähnlichen Preisen“, wie Projektleiter Frank Bothe (München) erläuterte.
Im Telekom-Gebäude an der Poststraße 1-3 ist ein Schauraum eingerichtet, in dem Interessenten die Funktionen des neuen Angebots selbst erleben können. Der Raum steht am Mittwoch, 19., und am Mittwoch, 26. September, jeweils von 14 bis 15 Uhr bereit.
