OLDENBURG - Pudelmütze, Schal, Anorak – die Models auf dem Laufsteg schwitzen um die Wette. Bei spätsommerlichen 25 Grad führen sie die neuen Herbst- und Winterkollektionen vor, während die Zuschauer leicht bekleidet vor den Bühnen applaudieren oder in den Straßencafés ihr Eis löffeln. Keine Frage: Der zehnte „Oldenburger Modeherbst“ lebte am Sonnabend von den Kontrasten.

War der Sommer bislang eher die Generalprobe für den Herbst, zeigte er sich für die Veranstaltung noch einmal von seiner besten Seite. Davon profitierte auch die lange Einkaufsnacht. Bis 22 Uhr nutzten die Besucher die Gelegenheit, durch die Geschäfte zu bummeln. Die Innenstadt platzte aus allen Nähten. Das freute auch die Veranstalter vom City-Managements Oldenburg (CMO): „Es war toll, dass so viele Leute unterwegs waren und sich von den Vorführungen inspirieren ließen“, sagte CMO-Vorsitzende Gerhardine Müller-Meinhard Cardoso und schwärmte von einem „tollen Ambiente“ zwischen Waffenplatz und Schlosshöfen.

In der Haarenstraße zum Beispiel wurde der rote Teppich ausgerollt. Auf 20 Podesten präsentierten die Fachgeschäfte die neuesten Kollektionen im Stundentakt.

Unter dem Motto „Mode, Mannequins und Musik“ wurde auch auf der Bühne am Lefferseck, in den Schlosshöfen und am Waffenplatz fleißig flaniert. Sich kleiden, aber nicht verkleiden, lautete die Vorgabe für eine alltagstaugliche und doch elegante Garderobe. Jeans und Sakko, Strickkleid und Stiefel in dezenten Farbtönen und dazu eine Kopfbedeckung. Gut behütet geht man dieses Jahr durch Herbst und Winter. Doch die Frisur muss trotzdem sitzen. Auch in diesem Bereich erfuhr das Publikum die neuesten Trends. Ebenso wie zur Brillenmode.

Kinder kamen in den Schlosshöfen auf ihre Kosten. Bei einem Casting waren 25 Mädchen und Jungen ausgewählt worden, die am Sonnabend als Nachwuchsmodels auftreten durften. „Bei unserem ersten Modeherbst bot sich den Geschäften die Gelegenheit, ihre Vielfalt zu präsentieren“, sagte Center-Managerin Kathrin Landsmann und freute sich über die Resonanz der langen Einkaufsnacht, die in den Schlosshöfen bis 24 Uhr dauerte.

Ähnliches berichtete Heribert Schorn von Möbel Buss, das am Sonnabend sein 60-jähriges Bestehen feierte. „Unsere Aktionen wurden sehr gut angenommen.“