OLDENBURG - Das neue Jahr beginnt spektakulär, musikalisch betrachtet: Von Sonntag, 11. Januar, bis zum Sonntag, 18. Januar, findet eine Brahms-Woche statt, die sich in täglichen Konzerten ganz dem genialen Hamburger Komponisten widmet.
Johannes Brahms (1833- 1897) galt schon bei seinen Zeitgenossen als musikalisches Wunderkind. Dennoch musste er bis 1863 als Chorleiter und Klavierlehrer arbeiten, ehe man ihm die Leitung der Wiener Singakademie übertrug. In der Hauptstadt Österreichs lebte Brahms bis zu seinem Tode.
Von dort hielt er seine Verbindung nach Norddeutschland aufrecht, auch dank seines Freundes Albert Hermann Dietrich, Hofkapellmeister in Oldenburg. Und Dietrich war es, der Brahms zu Besuchen an die Hunte einlud – als Musiker. Dreimal (1862, 1866 und 1868) begeisterte Brahms das hiesige Publikum als Solist, einmal (1884) als Dirigent.
Dietrich entwickelte zudem die Idee der Brahms-Woche, die er im Jahr 1866 erstmals verwirklichte; eine Historie, auf die die aktuelle Brahms-Woche sich beruft. Zum dritten Mal nach 2007 und 2008 richten das Konzert-Management Nogaeva und die Albert-Dietrich-Gesellschaft im kommenden Januar diese Konzertreihe aus, und erneut hat Elena Nogaeva die künstlerische Leitung bei den Veranstaltungen im Kulturzentrum PFL und in der Villa Gartenstraße 8.
Im PFL nimmt die dritte zeitgenössische Brahms-Woche ihren Anfang. Am 11. Januar ab 11 Uhr gibt es zunächst das Familienkonzert „Neujahrstrubel im Hause Schumann“ mit Werken von Schubert, Schumann, Brahms und anderen, ehe um 19 Uhr am selben Ort die eigentliche Eröffnung unter dem Motto „Junge Elite“ startet. Hier gibt es Werke von Bach, Mozart, Donizetti, Milhaud u.a.
Die nächsten Tage sind ausgefüllt mit Kammerkonzerten ausschließlich in der Villa Gartenstraße. Am 13. Januar heiß es zunächst „Brahms alla zingarese“ und danach „Jazz Romantique“, am 14. Januar folgt „30 Jahre Freundschaft – Klassik und Jazz“, und am 15. Januar gibt es den Liederabend „Du meine Seele, du mein Herz“ und weitere Jazzimprovisationen in „Jazz Romantique“.
Weiter geht’s am 16. Januar mit dem Klavierabend „Zwei Seelen – vier Hände“ sowie am 17. Januar mit „Alle Facetten wienerischen Musizierens“, ehe die Brahms-Woche am 18. Januar mit der Sonntagsmatinee beendet wird.
Fast täglich ein Konzert
