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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Jazzige Hommage an Udo Jürgens

19.12.2019

Oldenburg Der 21. Dezember 2014 hat das Leben des gebürtigen Bremerhavener Musikers Jörg Seidel komplett verändert. Die Nachricht vom überraschenden Tod des Entertainers Udo Jürgens vor fast genau fünf Jahren war „erst mal ein großer Schock, weil ich ihn einen Monat zuvor in der Oldenburger Arena noch erlebt hatte und davon total begeistert war“, erinnert sich der professionelle Jazz-Gitarrist und Sänger.

Gleichzeitig wuchs in ihm der Wunsch und die Begeisterung, sich intensiver mit dem musikalischen Lebenswerk der Österreichers zu beschäftigen. So erschien 2015 seine Jazz-Hommage mit dem Titel „Merci... My Personal Tribute to Udo Jürgens“. Und nun, vier Jahre später, zeigt Jörg Seidel „Die andere Seite“: „Auf diesem Album präsentiere ich zum Teil sehr unbekannte Kompositionen von Udo, wie das 1965 von Sarah Vaughan gesungene „Right or wrong“, das 1967 aufgenommene „Mein erster Weg“ oder die englische Fassung des Anfang der 70er Jahre von Ireen Sheer gesungenen Titels „Sonntag““. Einige Klassiker wie „Ich weiß was ich will“, „Ein ehrenwertes Haus“ und „Mein Bruder ist ein Maler“ kommen zudem musikalisch im neuen Gewand daher.

Für den immer noch besten deutschsprachigen Entertainer aller Zeiten hat sich Udo-Jürgens-Chronist Seidel mit erlesenen Musikern umgeben. „Fünf Titel habe ich mit einer fantastischen Big Band aufgenommen, die zudem von Joachim Refardt
exzellent arrangiert worden ist“, erläutert der 52-Jährige.

Neun weitere Titel sind im Verbund mit Dirk Piezunka am Saxofon, Joe Dinkelbach am Klavier, Bassist Gerold Donker und Schlagzeuger Christian Schönefeldt zwischen Dezember 2018 und Frühjahr 2019 entstanden.

Das Album „Die andere Seite“ ist herausragend gut gelungen. Als ausgebildeter Sänger verzichtet Seidel darauf, Udo Jürgens’ charismatische Stimme zu imitieren, vielmehr setzt er andere Akzente. „Für mich klingen diese Kompositionen nicht nach Schlager oder Chanson – für mich klingen sie nach Jazz. Und das macht es für mich als Jazzmusiker so leicht, mich ihnen zu nähern und nach meiner Façon zu interpretieren“, erläutert Seidel, der auch als Dozent für Jazz-
gesang an der Niederösterreichischen Jazz-Akademie im Stift Zeillern tätig war.

Bezeichnenderweise bedient sich Kurator Seidel vor allem beim Album „Lieder, die im Schatten stehen“, von dem er Perlen präsentiert wie „Als die Musik erklang“ von 1972 oder „Auf meinem Tisch ein weißer Bogen“ mit Reinhard Meys Text. Das von Jürgens 1965 komponierte „Right or wrong“ produzierte Quincy Jones direkt für die große Jazzsängerin Sarah Vaughan.

Unvermeidlich, aber zeitgemäß und frei von falschem Pathos kommt bei Seidel „Griechischer Wein“ als „Come share the wine“ daher. „Ich weiß was ich will“, „Ein ehrenwertes Haus“ und „17 Jahr, blondes Haar“ wurden von der großartigen Big Band eingespielt und beweisen, dass Jürgens im Herzen immer ein Jazzer geblieben ist.

Jörg Seidelhat das Album „Die andere Seite“ als Jazz-Hommage an Udo Jürgens aufgenommen. Seiner ersten CD „Merci... My Personal Tribute“ (2015) ließ der 1967 geborene Profi-Musiker nun die weitere Auswahl folgen. Die CD ist im Handel erhältlich, kann aber auch bestellt werden per Mail an joerg.seidel@nord-com.net – für 17 Euro inkl. Porto.

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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