OLDENBURG - „Froh zu sein bedarf es wenig“, „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ oder der „Seeschlangen-Song“ – das Publikum in der BBS Wechloy sang laut und kräftig mit, als es dazu aufgefordert wurde. Die meiste Zeit jedoch hörten die Besucher – überwiegend Eltern und Großeltern – den Jungen und Mädchen begeistert zu. Das Motto „Kleine Kinder – bunte Lieder“, erfüllten die Teilnehmer beim 3. Niedersächsischen Kinderchorfestival auf der Bühne mit viel Leben.
„Singen ist nicht mehr out, sondern erlebt derzeit eine neue Bewegung. Dies zeigen die zahlreichen Gründungen neuer Chöre und Chorklassen“, sagte Birgit Wendt-Thorne. Die Leiterin des Oldenburger Regionalfestivals begrüßte am Wochenende mehr als 20 Chöre und Singgruppen von Schulen (bis 6. Klasse) und Kindergärten aus dem gesamten Nordwesten. Zu den jüngsten Teilnehmern zählte die Gruppe der Oldenburger Kindertagesstätte Achtermöhlen mit den Drei- bis Sechsjährigen. „Wir singen jeden Tag mit den Kindern. Das bereitet ihnen und uns große Freude“, berichtete Leiterin Britta Bohlen.
Auch wenn aus allen niedersächsischen Regionalfestivals zehn Chöre ausgewählt werden, die im Sommer zum Landesfestival ins NDR-Funkhaus nach Hannover reisen, geht es bei der Veranstaltung nicht um den Wettstreit mit anderen. „Ziel ist es, den Gesang zu fördern. Wir haben hier tolle Beiträge gehört“, lobte Heinz-Josef Bausen vom Landesmusikrat, das Gremium, das die Festivals organisiert. Ähnlich äußerte sich Birgit Wendt-Thorne: „Solche Veranstaltungen setzen wirkungsvolle Impulse auch mit Blick auf die Fortbildung der Pädagogen.“ Singen sei für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern von unschätzbarem Wert, da es Kommunikation und Toleranz fördere.
Die rund 800 Kinder, die in Oldenburg dabei waren, machten jedenfalls gut gelaunt mit. Zum Beispiel die „Wackelzahnpiraten“ aus Wildeshausen, die sich im vergangenen Herbst extra für das Festival gegründet hatten. Als Piraten verkleidet enterten sie die Bühne und sorgten für ausgelassene Stimmung.
