OLDENBURG - OLDENBURG - Der Name ist (fast) Programm: Kalle Popp spielt Pop, und das mit stetigem Erfolg bereits seit 1965. Tanzmusik, Blues, Rock – egal wie‘s kommt, der Oldenburger Gitarrist und Bassist weiß die Saiten richtig zu bedienen. Der Name Popp hat nicht nur in der Weser-Ems-Region einen guten Klang.

Und diesen Ruf will der Mittfünfziger jetzt nutzen, um die Karrieren des Nachwuchses zu befeuern. „Wir haben hier sehr gute junge Bands, die gefördert werden müssen. Dieses zarte Pflänzchen will ich gießen“, meint Popp.

Und weil es ebenso gilt, das derzeit heimatlose „Alluvium“ zu unterstützen, hat er zusammen mit dem Jazzclub eine neue Veranstaltungsreihe entwickelt: „Jazz-Funk-Fest“ wird sie heißen, neue Bands vorstellen, und ihre Premiere steigt am Freitag, 29. April, ab 20 Uhr im Jugendkulturzentrum „Cadillac“. Zum Auftakt spielen die Irresistable Budgerigars und Hotel Provencal. Kalle Popp wird natürlich auch zur Gitarre greifen.

Schließlich hat der Mann nicht vor, seine Karriere an den Nagel zu hängen. „Ich habe zurzeit fünf ganz unterschiedliche Projekte am Laufen“, erzählt der Oldenburger. Da sind die bekannten Tanzmusiker der Convairs, da ist aber auch Jimi‘s Groove (ausschließlich Songs von Hendrix und Cream), da ist Slimfunk (Jazz und Soul) oder die Beatles-Memory-Band oder das Duo Daddy Blues. Auch für diese Formationen gilt: Kalle Pop spielt mal mit jungen und mal mit erfahrenen Kollegen zusammen. „Erfahrungen gebe ich gern weiter“, begründet er.

Der gebürtige Hamburger hat viel von diesen Erfahrungen. Popp spielte in den 60er-Jahren mit Größen wie Alexis Korner oder Jack Bruce zusammen, jazzte einige Zeit mit dem Quartett von Werner Böhm (der spätere Gottlieb Wendehals), und hatte ab Mitte der 70er-Jahre großen Erfolg mit den Four Kings. „Und nun kommt der Nachwuchs dran“, kündigt Kalle Popp an.