OLDENBURG - OLDENBURG - Das Frühlingswetter kam gerade recht, um dem 5. Sonderkonzert zum Oldenburger Frühling im Großen Haus des Staatstheaters als Einleitung zu dienen. Im fast voll besetzten Zuschauersaal lag von Beginn an ein Urlaubsduft in der Luft – natürlich musikalisch gesehen.
„Symphony Orchestra meets Bigband“ war das Motto. Das Oldenburgische Staatsorchester brachte mit der „Cuban Ouvertüre“ von George Gershwin einen ersten Vorgeschmack auf Sommergefühle in die Herzen. Geführt wurde das Orchester vom zweiten Kapellmeister Jason Weaver, der sich im Verlauf des zweistündigen Konzerts zudem als amüsanter Moderator auszeichnete – auch als er die Nordwest Bigband auf die Bühne bat.
Dass es für den Dirigenten ein besonderes Erlebnis war, sein Orchester mit der Bigband spielen zu lassen, war ihm anzumerken. Die folgenden beiden Kompositionen des belgischen Komponisten und Jazzmusikers Bert Joris waren der Höhepunkt des Konzerts, da sie eine starke Emotionalität, ein ausgefeiltes Arrangement und ein hohes technisches Niveau aufwiesen, was in der Kombination sonst nicht so deutlich wurde. Als Solisten taten sich der Jazztrompeter Jan Wessels und Bernhard Mergner hervor. Später gab es mit „Folklore“ ein typisches Bigband-Stück, bevor die Streicher des Staatsorchesters bei Ivan Lins’ „Velas Icadas“ wieder in das Geschehen eingriffen. Den Abschluss bildete das „Konzert für Bigband und Sinfonieorchester“ von Jörg Achim Keller, der sich als Filmkomponist und Arrangeur für die No Angels hervorgetan hat. Mit den vier anspruchsvollen Sätzen, die teilweise avantgardistische Tendenzen aufwiesen, wurde wieder die Kraft der zwei Orchester in den Saal zurückgezaubert. – Langer
Applaus.
