OLDENBURG - OLDENBURG - Am Ende eines langen Abends voller Musik waren nur noch strahlende Gesichter zu sehen. Da hatten die Musiker im Benefizkonzert zu Gunsten des Präventionsrates Oldenburg ihrem Publikum getreu dem Abendmotto „Lobgesang und Zauberklang“ ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Es waren schließlich auch feinste Künstler, die sich im Audimax der Universität in den Dienst der guten Sache stellten. Neben namhaften Gesangs- und Klaviersolisten sang der berühmte Chor der Moskauer Chorkunstakademie, unterstützt von den Kammersolisten der Deutschen Oper Berlin (Leitung: Oliver von Dohnanyi). Kein Wunder, dass der Saal bei einem solchen Angebot ausverkauft war.

Zu hören gab es ein typisches Benefiz-Programm, das von geistlicher Musik über Instrumentalwerke bis hin zu Opern-Highlights eine weite Spanne abdeckte, die dazu von NDR-Moderator Lutz Ackermann mundgerecht serviert wurde. Das hohe musikalische Niveau war schon in den einleitenden Chorwerken Tschaikowskys und Mozarts hörbar, in denen der Moskauer Chor mit seiner grandiosen Stimmqualität und einer Dynamik zwischen gehauchten Pianissimo-Nuancen und bebendem Vollklang beeindruckte.

Das nun kommende Mozart-Jahr warf auch an diesem Abend seine Schatten voraus: Mit dem Konzert für drei Klaviere KV 242 stellte Pianistin Elena Nogaeva gemeinsam mit ihren Kollegen Boris Sluzky und Vadim Andreev glänzend einen selten gespielten Edelstein vor. Jazzpianist Andreev ging dabei einen Sonderweg, in dem er Mozarts Themen geschmackvoll in die heutige Sprache des Jazz übersetzte. „Mozart und Jazz passen bestens zusammen“, befand da ganz zu recht auch Lutz Ackermann.

Der zweite Teil des Abends gehörte dann den Sängern Ki-Chum Park und – ganz besonders – Eteri Lamoris. Die inzwischen weltweit gefeierte Georgierin brillierte in Highlights von Rossini und Verdi mit ihrem strahlenden Sopran. Den Schlusspunkt setzten die beiden Sänger gemeinsam mit hinreißend schmachtenden Verdi-Duetten. Nicht nur strahlende Gesichter, sondern auch donnernder Applaus war der verdiente Lohn.