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Musik Wie man ein Publikum für sich gewinnt

Maria Ostermann

OLDENBURG - Über 20 Jahre gemeinsamen Musizierens, neun veröffentlichte Alben, unzählige Auftritte – man könnte viele Zahlen nennen, um die erfolgreiche Musik der Gibson Brothers zu unterstreichen. Man kann aber auch einfach sagen, dass sie im Staatstheater Oldenburg ein großartiges Konzert dargeboten haben; das einzige Konzert in Europa.

Seit 2007 präsentiert das Staatstheater einmal jährlich die Reihe „Bluegrass Music im Theater“ mit ausgewählten Musikern aus den USA. Klaus Grotelüschen übernimmt dabei die Moderation. Die Band um die Gibson-Brüder Eric (Gesang, Banjo, Gitarre) und Leigh (Gesang, Gitarre) gab ihren individuellen Sound zum Besten, tief verankert im Klangbild der Bluegrass-Musik.

Publikum bändigen

Geboten wurde eine Mischung aus traditionellen Blue­grass-Klängen und moderner Country-Musik, getragen von den Stimmen Eric und Leigh, und vollendet durch Fiddle (Clayton Campbell), Kontrabass (Mike Barber) und Mandoline (Joe Walsh). Es gab viele Lieder aus eigener Feder, aber auch aus Federn anderer, wie Jimmy Charton („Hold What You Got“).

Alle starren zu Beginn gebannt auf die fünf Musiker aus New York, die Bewegung ins Staatstheater bringen. Doch noch sieht man wenig Regung im Publikum: hier mal eine Hand, die im Rhythmus auf das Knie schlägt, hier ein Bein, dass sich im Takt bewegt, dort ein Kopf, der sich zur Seite neigt. Auch bei den Musikern bewegen sich die auf Hochglanz polierten schwarzen Lederschuhe – mal langsam, mal sehr schnell.

Aber am Ende pulsierte fast das ganze Theater im Rhythmus. Und als ob sich die Gibson Brothers dessen bewusst waren, wurden nun die richtig schnellen Stücke ausgegraben. Nicht die unglaublich schnellen wie vor der Pause, sondern die rasant schnellen, wie etwa „Train 45“. Um das Publikum nun wieder zu bändigen, erklang „Lonely Me, Lonely You“, im langsamen Tempo. Doch dafür mit viel Intensität und Ausdruck; Gefühle, die unter die Haut gingen.

Erzählen

Es war schon ein interessantes Bild: das ehrwürdige Staatstheater voll wilder Rhythmen, von Gitarre, Banjo, Fiddle, Mandoline und Kontrabass gefüllt. Übertönt nur von zwei Stimmen, die Geschichten aus dem Leben erzählen. Das begeisterte Publikum ist dann enttäuscht vom schnellen Ende, ruft nach mehr. Und natürlich gibt es eine Zugabe. Und nach der Zugabe eine weitere Zugabe. Und nach der Verabschiedung erneut – eben die guten Gibson Brothers.

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