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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Gesangliche Kapriolen regelrecht zum Ausflippen

22.08.2018

Oldenburg Thomas Albert ist nicht mit Perücke und in edlem Wams erschienen. Das hätte gepasst. Wenn der Intendant des Musikfestes Bremen Edelsteine in seinem Programm vorstellt, führt er ja meistens Barockes im Schilde. „Zu warm“, wehrt er lachend ab. Und außerdem: „Nicola Porpora spricht absolut für sich, da muss man nichts übermäßig unterstreichen.“

Nicola Porpora also. Der Italiener (1686–1768) am 9. September um 19.30 Uhr im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Deutsche Erstaufführung seiner Serenata „La Iole“ für drei Singstimmen und Instrumente. Was die Hörer erwartet? Der Neapolitaner, der auch in Dresden wirkte, galt als bester Gesangslehrer Italiens (und folglich auch Europas). Seine Spezialität: die Aria di bravura. „Da sind die Leute damals regelrecht ausgeflippt“, erzählt Albert.

Bezaubernde Umgebung

Aktuell erlebt Porpora einen Neustart mit steilem Steigwinkel. „Die Serenata fügt sich bestens in den Rahmen, in den wir regionale Musikprojekte einfassen“, erklärt der Intendant, „da bewegen wir seit 16 Jahren mit dem Musikfestpartner EWE richtig viel.“ Es gibt entweder geschichtliche Bezüge oder räumliche Verbindungen in die Region. In diesem Falle baut das Oldenburger Haus die Brücke. „Wo könnte diese Musik mit ihren Affekten und instrumentalen Finessen und Wallungen besser klingen als in dieser bezaubernden Umgebung?“, fragt Albert. Natürlich erwartet er keine Antwort.

14 Musikerinnen und Musiker führt Dirigent Marcello di Lisa im Ensemble Concerto de Cavalieri ins Feld. Francesca Aspromonte (Sopran/Iole), Teresa Iervolino (Mezzosopran/Deianeira) und Renato Dolcini (Bariton/Ercole) bringen „Das Schicksal des Herkules“ zum Leben, eine typische Dreiecksgeschichte. Albert reibt sich die Hände: „Das wird nicht nur auf der Bühne ein Spektakel, sondern auch zwischen den Noten.“

Weitere Auftritte

Die Barockzeit bestimmt weitere Musikfest-Auftritte im Oldenburger Land. „Katharinas Hofmusik“ erklingt im Schloss Jever (26. August, 17 Uhr). Im eingebetteten Arp-Schnitger-Festival sind St. Cosmas und Damian in Bockhorn (Violine und Orgel/30. 8., 20 Uhr) und St. Cyprian und Cornelius in Ganderkesee (Concerto Palatino/2. 9., 19 Uhr) Hörorte. „Schlossmusik auf Gödens“ steht in Sande an (7. 9., 20 Uhr). „Reisende Musiker in Europa“ heißt es in St. Florian in Sillenstede (11. 9., 20 Uhr). Friesoythe erlebt in St. Marien das Freiburger Barockorchester mit dem „jungen Händel in Italien“ (12. 9., 19.30 Uhr). Bachs h-Moll-Messe mit dem Ensemble Vox Luminis steht in St. Vitus in Löningen fast am Musikfest-Ende (14. 9., 19 Uhr).

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