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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Neue Saison Des Staatsorchesters: Vier Konzert-Programme 13 Mal im Angebot

11.07.2020

Oldenburg Nach vorn und hinten reicht der Platz, nach rechts und links, nach oben sowieso. Das ist am Sonntag die Bühne für 50 Blechbläser, die im Watt an der Nordseeküste zum musikalischen Gottesdienst in Schillig aufspielen. Da könnte Oldenburgs Generalmusikdirektor Hendrik Vestmann (46) bei den beschränkten Möglichkeiten des Staatsorchesters fast neidisch werden.

Wird er aber nicht. Ihm und seinen fast 70 Musikerinnen und Musikern hat nicht die volle Bläser-Dröhnung einer Bruckner-Sinfonie gefehlt. „Schrecklich war eher“, sagt der Dirigent, „dass nicht die großen Gemeinschafts-Erlebnisse von Live-Konzerten möglich waren.“

„Das holen wir nach“, erklärt er zum gekürzten Musikspielplan. Und dazu backen die Oldenburger keine kleinen Noten-Brötchen. Er besteht bis Jahresende aus vier Konzerten, die über die halbe Saison verteilt 13 Mal gespielt werden. Dazu kommt ab November das Melodram „Pierrot Lunaire“ von Arnold Schönberg für Sprecher und neun Instrumentalisten. Die Familienkonzerte werden im Oktober und November mit einem „Rätsel-Nussknacker“ ebenso hochgehalten wie eine Neujahrs-Musik, diesmal im barocken Stil. Zudem stehen im September und Dezember die Liederabende „Bella Italia“ und „Schätze des koreanischen Liedes“ an.

Gustav Mahler, Richard Strauss, Richard Wagner, Ottorino Respighi oder Hector Berlioz erscheinen in den vier Konzerten, die schlicht K1 bis K4 tituliert werden. „Große Sinfoniker haben gern aus dem Vollen geschöpft“, führt der GMD an, „aber sie konnten auch kammermusikalisch.“ Besonders delikat gelingt das Respighi mit seiner dritten Suite antiker Lautentänze und Arien für Streicher (Premiere am 18. Oktober). Den Kontrast in diesem K3 setzt Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Gran Partita für 13 Bläser.

Ein reines Mozart-Angebot eröffnet die Saison am 29. August mit Konzertarien für Sopran und der Haffner-Sinfonie. „Für die Möglichkeiten der Bühne sind wir durchaus klangvoll besetzt“, verheißt Vestmann. Das gilt auch für Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“, Wagners „Sigfried-Idyll“, Strauss-Lieder, den Liederzyklus „Nuits d’Eté“ von Berlioz oder Schönbergs „Verklärte Nacht“.

Die besonderen Umstände schließen ausgefallene Ideen nicht aus. So reichert die Tubistin Ruth Ellendorf den „Pierrot Lunaire“-Abend mit Auszügen aus den Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach an. Wer einmal den großen Musik-Komödianten Gerard Hoffnung mit einer Chopin-Mazurka auf der Tuba gehört hat, der weiß: So etwas Filigranes geht! Ernsthaft.

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