OLDENBURG - Für Hallenchef Jan Wartemann geht das Nostalga-Gefühl schon Tage vor der Eröffnung los: „Wenn ich die Halle so verändert sehe, die stoffbezogenen Wände, den schönen Teppichboden, dann entsteht schon eine besondere Stimmung“. Der Hallenchef ist aber Realist genug, um zu wissen, dass das allein nicht reicht: „Die kaufmännische Seite muss stimmen.“ Nicht nur für die Halle, auch für die Aussteller.
Dass das so ist, sei zu belegen, sagt Wartemann: 80 der 115 Aussteller, die dieses Jahr die 6500 Quadratmeter Fläche bespielen, seien zum Teil schon jahrelang dabei – und 25 seien ganz neu, ließen sich aufgrund des Rufes der Messe gern auf die Nostalga ein.
Dafür, dass die Besucher auch in diesem Jahr strömen, soll die „Kunststraße Weser-Ems“ sorgen. Hier wollen sich Vertreter der modernen Kunst dem Publikum präsentieren. „Vielleicht waren wir ein wenig zu elitär, um viele zu erreichen“, sagte Organisator Peer Holthuizen bei der Vorstellung des Programms. Dabei sind Andrey Gradetchliev (Grafik, Fotografie, Zeichnungen) sowie Malerei und Installation (Peer Holthuizen, Astrid Hübbe, Eugenia Gortchakova, Matthias Schoenfelder), Plastik (Christa Baumgärtel, Curt R. Lehmann, Maria Anna Nordiek-Ritter) und Grafik (Helmut Feldmann, Welf Schiefer) sowie der Musiker und Komponist Alexander Goretzki und die Schauspielerin Stephanie Baak.
Auch im Bereich Mineralien hat sich einiges getan: In diesem Jahr werden zahlreiche Neufunde und archäologische Unikate zu sehen sein. Den Organisatoren rund um das Unternehmen van Meggelen in Brake – einem ausgewiesenen Spezialisten für Mineralienstufen – sei es in den letzten zwei Jahren gelungen, das Niveau deutlich anzuheben, so die Veranstalter in einer Pressemitteilung.
So werden neben einer breiten Palette an Schmuck und Heilsteinen vermehrt Mineralien und seltene Fossilien angeboten, beispielsweise sensationelle Neufunde großer Selenitstufen (Gips) aus Italien, Fluoritstufen aus Namibia sowie Federpyrietstufen, die einer alten Sammlung aus dem Harz entstammen. Darüber hinaus gehören auch seltene Meteoriten aus Argentinien zum Angebot. Insgesamt sind es mehrere hunderttausend Exponate.
Die Messe in der Weser-Ems-Halle ist von Freitag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
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