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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Im verglasten Foyer den Grundstein legen

14.10.2017

Oldenburg Der Hinweis wiederholt sich: Die jährliche Ausschreibung für die Ausstellungen in der NWZ-Galerie verweist immer aufs Neue darauf, dass eine Schau im Oldenburger Medienhaus durchaus der Einstieg in eine künstlerische Karriere sein kann. Nun hat der Fotograf Wolfgang Nebel den Beweis dafür angetreten, dass es sich dabei nicht bloß um eine Behauptung handelt: Im Jahr 2015 gab seine Schau im Foyer die Initialzündung für viele weitere Ausstellungen und führte ihn bis nach Budapest.

Der Professor für Technische Informatik an der Uni Oldenburg und Vorstandsvorsitzender des Informatik-Institutes Offis beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit den Veränderungen der Gesellschaft durch die Sozialen Medien, das Internet und die Digitalisierung.

In den Jahren 2013 bis 2015 hat er mit dem iPhone Spiegelungen, Transparenzen und Fenster zum Thema einer Serie mit dem Titel „in|or|out“ gemacht und sie im NWZ-Foyer ausgestellt. Fasziniert von den Möglichkeiten und Qualitäten der iPhone-Fotografie hat er die Nachbearbeitung am Computer auf minimale Korrekturen beschränkt.

Seit dem vergangenen Jahr beschäftigen ihn auch Gruppen von Menschen, die in der Öffentlichkeit miteinander interagieren, aber gleichzeitig global über das Internet „mit anderen kommunizieren, konsumieren, flirten oder sich informieren“. Die großformatigen, hochauflösenden Aufnahmen unter der Überschrift „public privacy“ erlauben nach seinen Worten auch „voyeuristische Einblicke“.

Zwischenzeitlich wurden die fotografischen Arbeiten des 60-Jährigen im Palais Rastede, in der Galerie kunstmix in Bremen und in der Galerie PH21 in Budapest gezeigt. Am 20. Oktober, 19 Uhr, wird aktuell eine Schau in Schloss Evenburg bei Leer eröffnet. Weitere Ausstellungen sind für das nächste Jahr in Vorbereitung.

Seinem Beispiel könnten bald andere folgen. Von Dezember an haben angehende Künstler, die in der Region leben oder einen Bezug zu ihr haben, wieder die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiteren Publikum zu präsentieren. Vielleicht finden sie damit, ähnlich wie Wolfgang Nebel, den Einstieg in eine künstlerische Karriere.

Für die nächste Runde der NWZ-Galerie können sich Maler, Fotografen, Grafiker, Zeichner oder Bildhauer am Mittwoch/Donnerstag, 18./ 19. Oktober, und am Freitag, 20. Oktober, bewerben, um sich anschließend dem Urteil einer Jury zu stellen, der nur Kunstexperten angehören.

Zur Verfügung stehen im verglasten Foyer 18 Ausstellungsflächen, die an Schnüren von der Decke herabhängen und mit Gewichten ausbalanciert werden. Die Kunstwerke sollten eine Größe von rund 70 Zentimetern Breite und rund 90 Zentimetern Höhe nicht überschreiten. Die hängende Vorrichtung ist so flexibel, dass sie auch komplett abmontiert werden kann, um Platz zu schaffen für größere Skulpturen – frei im Raum stehend oder auf Sockeln.

Regina Jerichow
Stellv. Redaktionsleitung
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2061

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