Oldenburg - Zur glanzvollen Filmfest-Gala hatten sich Schauspieler, Regisseure und viele Gäste im Oldenburgischen Staatstheater eingefunden. Produzenten-Legende Edward R. Pressman und Hollywood-Schauspieler Lou Diamond Phillips wurden jeweils unter großem Applaus mit dem Ehrenpreis „German Independent Honorary Award“ bedacht.

Filmfestchef Torsten Neumann lobte Pressman als einen Treiber und Innovator für die Branche, ohne dessen tatkräftigen Einsatz einige Klassiker wie „Wall Street“, „Talk Radio“ und „American Psycho“ nicht möglich geworden wären. Aus den Händen der Schauspielerin Deborah Kara Unger erhielt wiederum Lou Diamond Phillips seine Trophäe. Mit den Filmen „La Bamba“ und „Young Guns“ erntete der auf den Phillipinen geborene US-Amerikaner frühen Ruhm, bevor er sich später Fernsehproduktionen und der Broadway-Bühne zuwandte.

Im Anschluss wurde der Film „Quest“ als Weltpremiere gezeigt, in dem Lou Diamond Phillips den gewalttätigen Stiefvater des zwölfjährigen Mills spielt. Das eindrucksvolle und mitreißende Drama zeigt das Abdriften eines Heranwachsenden in die Kriminalität und Verwahrlosung, da er keine Liebe aus dem Elternhaus bekommt. Ein Lehrer nimmt sich seiner an, muss aber erkennen, dass diese Förderung nicht überall willkommen ist.

Am Samstagmittag mischen sich Filmschaffende dann unter die Fans: Vor dem Restaurant Caldero am Oldenburger Rathaus traf man sich zum gemeinsamen Paella-Essen. Zu entdecken waren die Regisseure Santiago Rizzo und Buddy Giovinazzo. Die Stimmung war gut, bis ein kräftiger Regenschauer die Schar vertrieb.

Das 24. Internationale Filmfest Oldenburg endet am Sonntagabend mit der Verleihung des Publikumspreises im Staatstheater.

Oliver Schulz
Oliver Schulz Redaktion Kultur/Medien (Ltg.)