OLDENBURG - Südafrika und Oldenburg haben mehr gemein, als man denkt. Zum Beispiel das Wetter. In East London zeigte das Thermometer gestern 14 Grad. In Oldenburg auch. In Südafrika wird mit Begeisterung gegrillt. In Oldenburg auch.
Selbst Oberbürgermeister Gerd Schwandner (dessen Vorliebe für alles Chinesische ja bekannt ist) stellte sich am Donnerstag bei der Eröffnung von Oldenburg kocht an den Grill. Zusammen mit Starkoch Stefan Marquard und VHS-Ernährungsdozentin Stefanie Kache brutzelte Schwandner Braii. Das hat aber nichts mit unserem Brei zu tun, witzelte der OB. Braii ist das Nationalgericht in Südafrika und das unterscheidet sich kaum von dem, was im deutschen Sommer auf den Teller kommt jede Menge Grillgut.
Dazu gab es Lammeintopf, Bobotie und südafrikanischen Wein natürlich von den Oldenburg Vineyards. Als Vorspeise servierte die Band Grand-Z afrikanische Musik.
Bereits eine Stunde zuvor war auf dem Bahnhofsvorplatz als Auftakt der Reihe Begegnungen eine Ausstellung eröffnet worden mit großen Allwetter-Bilder-Tafeln, die Niedersachsens südafrikanische Partner-Region Ostkap/Eastern Cape zeigen. Sowohl Schwandner als auch Pieter Brouwer aus der südafrikanischen Botschaft sprachen nicht nur von Partnerschaft, sondern von einer Freundschaft, die inzwischen gewachsen sei.
Als besonderer Schwerpunkt der wirtschaftlichen Verbindung wurden regenerative Energien genannt.
Beim Köchefest kommt allerdings nicht nur Afrikanisches auf den Teller. Im Gegenteil. In den 22 Zelten wird überwiegend regional gekocht. Spargel, Bentheimer Schwein, Roastbeef. Dazu leckere Fischvariationen. Wie schon beim Kochfest vor vier Jahren sind die Portionen übersichtlich, das Preisniveau aber auch. Zwischen vier Euro und 6,50 Euro kosten die frisch gemachten Leckereien.
Dazu gibt es Kochshows mit Stefan Marquard und Musik auf der Bühne (das Programm finden Sie auf Seite 38). Und unter dem riesigen weißen Zeltdach tropft auch kein Wasser in den Wein.
