OLDENBURG - Erstmals in der Geschichte der niedersächsischen Diakonie hat die Gewerkschaft "Verdi" einen Tarifabschluss mit einer kirchlichen Einrichtung erstritten. Bereits zum 1. Januar 2012 sollen die Gehälter für die rund 1000 Beschäftigten des Evangelischen Krankenhauses in Oldenburg steigen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Krankenhauses und der Gewerkschaften ver.di und Marburger Bund.

Über inhaltliche Details sei zunächst Stillschweigen vereinbart worden, weil die jeweiligen Aufsichtsgremien noch zustimmen müssen.

Der Oldenburger Diakonie-Chef Uwe Kollmann bedauerte den Schritt des Krankenhauses: „Verdi hat sich die Einrichtung ausgesucht, um ihre Muskeln spielen zu lassen. Man kann sogar von Nötigung sprechen.“ Die Gewerkschaft habe die schwierige Situation des Krankenhauses ausgenutzt. "Verdi"-Sprecherin Annette Klausing sagte dagegen, der Abschluss sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.