Oldenburg - Dennis Johnson hatte einen Traum: In seinem Pub „Big Ben“ in der Wallstraße feiern die Besucher das WM-Finale und den Sieg der deutschen Mannschaft. Und aus den Lautsprechern dringt Dennis Johnsons WM-Song „Wie geil ist das denn?“ hinaus in die Fußgängerzone.

Doch es hat nicht sollen sein. Mexiko und Südkorea machten nicht nur dem Team von Jogi Löw, sondern auch Denis Johnson und seinem DJ Volker Franke alias DJ Al-ster vorzeitig einen dicken Strich durch die Rechnung. „Das ist wirklich ärgerlich, denn wir hatten uns natürlich mehr erhofft“, sagt Johnson.

Anfang des Jahres hatten sich Johnson und Franke für das Projekt zusammengetan. Franke hatte schon in den 90er Jahren mit Johnsons Vater unter dem Namen Key Motion zusammen Musik gemacht und mit „Automatic Love“ einen Hit gelandet.

„Zwei Wochen nachdem ich Volker angesprochen habe, hatte er ein textliches Grundgerüst für das Lied“, erzählt Dennis Johnson. „Und dann ging alles ziemlich schnell.“ In einem Tonstudio in Edewecht wurde der Song eingespielt und von Volker Franke an diverse Plattenfirmen geschickt. „Bei La Ola kamen wir unter Vertrag, die haben den Song dann vor allem übers Internet und einen DJ-Pool verbreitet. Außerdem ist er auf den üblichen Download-Plattformen erhältlich.“

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Ab Mitte April wurde „Wie geil ist das denn?“ im Big Ben gespielt und kam gut an. „Die Leute haben dazu gut abgefeiert“, sagt Johnson. „Aber den großen Knall hat es nun leider nicht gegeben. Wir hatten gehofft, dass es mindestens ins Halbfinale gereicht hätte. Dann wären auch andere DJ-Kollegen drauf aufmerksam geworden, die es etwa in Hamburg oder Köln auch gespielt hätten.“

Ganz verpufft ist „Wie geil ist das denn?“ aber noch nicht. Denn parallel zur WM-Version haben Johnson und Franke auch eine Mallorca-Version aufgenommen. „Und dafür hat die Saison ja gerade erst angefangen“, sagt Dennis Johnson. „Deshalb versuchen wir jetzt, die Version weiter zu pushen.“ Für die Fußball-Version kann er sich durchaus noch einen Neustart zur nächsten Europameisterschaft vorstellen. „Ganz ausgeschlossen ist das jedenfalls nicht, denn wir wollen schon noch ein bisschen zusammen weitermachen.“

Auch die WM ist für Dennis Johnson noch längst nicht vorbei. „Dafür ist noch genug Fußball-Liebe da“, sagt er. Das hat nicht zuletzt auch familiäre Gründe, denn Johnsons Vater ist Engländer. „Im Moment haben wir also noch ein Team zum Anfeuern im Wettbewerb“, sagt Johnson. Eine englische Version von „Wie geil ist das denn?“ ist aber wohl vorerst nicht zu erwarten.