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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Percussion: Globalisierung schlägt in Oldenburg voll durch

01.10.2019

Oldenburg Schlagwerkspiel kann in der Tat kräftig in Richtung Laut-Malerei tendieren. Umso mehr besticht dazwischen die Leise-Malerei. Also, da treten Philipp Pumplün und Axel Fries auf die Bühne im Großen Haus. Der eine hält ein Berimbau vor sich, sieht aus wie ein Flitzebogen, ist aber ein brasilianisches Streich- und Schlaginstrument. Der andere setzt sich einfach hinter ein Becken. Das schlägt er nicht traditionell an, er streicht mit dem Besen darüber. Tja, die hauchzarten Töne kann man nicht beschreiben, die muss man einfach hören.

Der Galaabend im Oldenburgischen Staatstheater zum 20-jährigen Bestehen von „Schlagwerk Nordwest“ liefert den Anlass, zum einen über die mächtige Vielfalt zu staunen, die das Schlag-Instrumentarium heute bietet. Das heißt: Es geht auch ganz ohne. In „Grantig, saugrantig“ dient der eigene Körper als Schlagwerk. Und zum anderen lässt es sich einfach genießen, wenn junge Amateure, gestandene Spieler und Profis ihre Freude an der Musik ausstellen.

Sagt man Axel Fries etwas provozierend: „Das Projekt Schlagwerk stammt ja noch aus dem vorigen Jahrhundert“, dann kontert der große Mann der Percussions-Musik im Nordwesten lachend: „Ja, ja, 1999 begonnen – und seitdem immer auf dem aktuellsten Stand. Wir haben von Anfang an auf Nachhaltigkeit gesetzt.“ Fries (65), einst Pauker im Staatsorchester, hat damals an der Universität „mit sehr viel Spaß“ begonnen. Die Musikschule der Stadt, private Lehrer, Kollegen aus dem Staatsorchester haben sich hinzugesellt.

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Inzwischen steht das Unternehmen sicher auf drei Säulen. Die Jüngeren spielen in „Piccolo Percussion“, die Gestandenen in „Back Beat“, die Besten eben im Schlagwerk. Das große Schaufenster gibt seit 2009 das Festival „Der Norden trommelt“, das sich in diesem Jahr bis in den November hinein ausbreitet. Schlagwerk-Projekt und Festival gelten in Niedersachsen als kulturelle Leuchttürme. Den Begriff „Kaderschmiede“ möchte Fries aber nicht gelten lassen: „Wir sind keinesfalls elitär. Doch wir sind leistungsbereit, weil das alle anspornt und Freude macht.“

Schon der Galaabend deutet an, wie anregend sich das Instrumentarium ausgebreitet hat. „In unserem Metier hat die Globalisierung durchgeschlagen“, erläutert Fries. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts haben die Komponisten oft Geräte aus dem Alltag für Schlageffekte eingesetzt. „Heute finde ich Instrumente in aller Welt“, führt Fries aus. „Und vor allem: Die sind auch für mich greifbar.“

Da muss man nur fasziniert eine Werbung für jenes Feuerwerk genießen, das sich mit neun weiteren Konzerten im Rahmen des Trommler-Festivals ankündigt. Im abgedunkelten Großen Haus legt ein Dutzend junger Leute auf aus Japan bekannten Daiko-Trommeln los. Es sind nur die Schlegel rot leuchtend zu sehen. Gleichmäßig und verschoben prasseln sie nieder und hoch, bilden Figuren wie auf einer Wasserorgel oder eben bei einem Feuerwerk.

Der Trick: Sie verwenden batterie-betriebene Glasfaser-Stöcke, wie man sie vom Show-Drumming her kennt.


     bit.ly/percussionfestival 
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