OLDENBURG - Wenn es heißt, dass Engel Oldenburg besuchen, um Gutes zu tun, wird manch einer stutzen. Es sei denn, es handelt sich um die Band No Angels. Nadja Benaissa, Lucy Diakowska, Sandy Mölling und Jessica Wahls, die im Jahr 2000 durch die Casting-Show „Popstars“ bekannt wurden, zeigten sich am Montag im Fotostudio Wöltje von ihrer besten Seite.
Für eine bundesdeutsche Plakatkampagne der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) posierten die Sängerinnen einen Tag lang für Fotos. „Es ist eine schöne Sache, wenn man helfen kann“, sagte Sandy. Die Gruppe engagiert sich gern für den guten Zweck. Das bestätigte auch Carina Ortel von der DKMS: „Wir haben bei der Band angefragt und die Zusage kam sofort.“
Auf Wunsch von No Angels-Manager Khalid Schröder verlegte die DKMS den Fototermin eigens von Berlin nach Oldenburg. Schröder selbst kommt aus Rastede, wo die Mädels nach Aufnahmen in Los Angeles, New York und Berlin gerade ihr Album fertigstellen. „Das Tonstudio gehört einem Freund. Es ist ein angenehmes Gefühl, lokale Netzwerke zu nutzen“, so der Manager.
In der DKMS-Kampagne rufen die No Angels dazu auf, sich in die Knochenmarkspenderdatei aufnehmen zu lassen. Das kann inzwischen sogar über zwei Wangenabstriche mit Wattestäbchen gemacht werden, die bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei bestellt und nach dem Abstrich dort wieder hingeschickt werden.
Mit überdimensionalen Wattestäbchen wurden auch die Bandmitglieder abgelichtet. Gut gelaunt posierten die Popstars für den Fotografen. „Ende Mai, Anfang Juni werden die Plakate zu sehen sein“, kündigte Carina Ortel an.
Bis dahin haben Lucy, Sandy, Jessica und Nadja noch einiges vor. Anfang April soll Sandys erstes Kind zur Welt kommen. Was es wird, bleibt vorerst geheim. Über berufliche Projekte geben die Engel dafür gern Auskunft. „Wir haben uns hohe Ziele gesteckt, und das Album nimmt Gestalt an“, erzählte Jessica auf dem Fototermin. Die neue Single der Gruppe soll bereits im Frühjahr erscheinen. Khalid Schröder ist zuversichtlich: „Wir arbeiten mit internationalen Produzenten zusammen, die bereits für Rihanna, Britney Spears und Jennifer Lopez gearbeitet haben. Mit dem neuen Album schlagen die No Angels eine ganz neue Richtung ein.“
