OLDENBURG - Kaum hat die Sonne sich etwas breit gemacht an Oldenburgs Himmel, beginnt das Rätselraten: Was bringt eigentlich der Kultursommer in diesem Jahr? Offizielles weiß noch keiner – dennoch sind bereits einige interessante Programmpunkte bekannt geworden.

Das große Kulturspektakel, das diesmal vom 15. Juli bis zum 8. August stattfindet (also nach Beendigung der Fußball-WM), wird eröffnet von der Londoner Band Oi Va Voi. Das ist Jiddisch und heißt übersetzt „Herrjemine“ – was aber keineswegs auf die Musik zutrifft. Die experimentelle Rock- und Popband mischt traditionelle Musik aus Osteuropa und dem jüdischen Kulturraum mit modernen Rock-Klängen und elektronischen Sounds.

So ungewöhnlich die Eröffnung des Kultursommers auf dem Platz neben dem Prinzenpalais (der Schlossplatz ist weiterhin nicht zu benutzen) auch sein wird, so ungewöhnlich werden die großen Konzerte auch abgeschlossen: Am 21. Juli geben die Musiker der Gruppe Tinariwen ein Gastspiel beim Kultursommer – harter Wüstenrock aus Mali ist zu erwarten. Die Tuareg-Band, die bereits mit Carlos Santana auftrat und von dem US-Gitarristen in den höchsten Tönen gelobt wird, vermischt afrikanische Rhythmen und europäisch- amerikanischen Bluesrock.

Ebenfalls durchgesickert ist schon ein Teilnehmer an den „Local Heroes“-Konzerten des Kultursommers auf dem Rathausmarkt: Die Folkrocker von Off Limits (hervorgegangen aus der Gruppe Lack of Limits) spielen am 6. August. Und auch in Sachen Jazzmusik ist ein Name schon bekannt: Das Sebastian-Studnitzky-Trio tritt am 1. August in Oldenburg auf.

Es dürfte mithin eine über dreiwöchige Kulturrallye für alle Daheimgebliebenen geben. Die Zuschüsse sind wie erwartet nicht erhöht worden – doch wie man weiß, lässt sich auch mit 250 000 Euro ein gutes Musik-, Theater-, Literatur- und Kunstprogramm auf die Beine stellen.