OLDENBURG - Warum sich in nur einer Kultursparte üben, wenn man doch Künste ganz wunderbar verbinden kann? So etwa muss Monika Eden gedacht haben, als sie das Halbjahresprogramm des Literaturforums zusammenstellte. Die Leiterin des städtischen Literaturbüros entschied sich für „verbinden“ und kombiniert in den nächsten Monaten das geschriebene Wort mit Film, Rhythmus und Neuen Medien.

Damit der geneigte Freund des Literaturforums auch weiß, was auf ihn zukommt, wird Literatur schon zum Auftakt gekoppelt – mit dem Film: John von Düffel kommt am 6. April ins „Casablanca“Kino, um sich ab 11 Uhr den Film „Houweland“, der das Entstehen seines gleichnamigen Romans dokumentiert, anzusehen und anschließend im Kino mit den Zuschauern ausführlich zu diskutieren.

Am 18. Mai folgt Teil zwei von „Kino trifft Buch“, dann kommt Arne Rautenberg ins „Casablanca“. Gezeigt wird der Film „Nichts weiter als“, der ein Gedicht des Kieler Lyrikers zur Grundlage hat; danach wird wieder diskutiert.

Eine recht bekannte Form der Verknüpfung von Künsten ist der Poetry Slam. Hier werden Wortgefechte ausgetragen, hier herrscht Rhythmus, Schnelligkeit und Pfiffigkeit vor. Am 23. Mai (20 Uhr) führen dies unter anderem Andy Strauß und BAS Böttcher in der Exerzierhalle vor.

Den Schulterschluss mit den Neuen Medien wagen die Literaturschaffenden danach erstmals am 4. Juli, wenn es mit „honeyPod 1“ das erste Tag- und Nachtfestival der beiden Bereiche im Edith-Ruß-Haus gibt. Hier sollen sich Künstler treffen, die entweder traditionell arbeiten oder sich verstärkt der medialisierten Welt zuwenden.

Lesungen der gewohnten Art finden im Literaturforum (Peterstraße 1) natürlich auch statt. Bis Anfang Juli bietet Monika Edens Programm etwas für jeden Geschmack – ganz ohne Verknüpfungen.