OLDENBURG - „Karl Jaspers und die ‚Idee der Universität’ gestern und heute“ lautet das Thema einer Ringvorlesung, die das Institut für Philosophie anlässlich des Jaspers-Jahres 2008 im Sommersemester an der Universität Oldenburg anbietet.

Der vor 125 Jahren in Oldenburg geborene Karl Jaspers (1883–1969) hatte großes Vertrauen in den „abendländischen Sinn der Universität“. Nach 1945 setzte er auf eine Erneuerung der Hochschulen, konnte allerdings sein Programm zur Demokratisierung der Heidelberger Universitätsverfassung nicht durchsetzen.

In der Ringvorlesung soll das Spannungsfeld zwischen Idee und Wirklichkeit der Universität bei und im Vergleich zu Jaspers aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.

„Von der ‚Idee der Universität’ hin zur reellen Subsumtion wissenschaftlicher Arbeit unter das System der Zuteilungsgeld-Steuerung“ ist der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. Ulrich Ruschig am Montag, 14. April, 10 Uhr, in der Ringvorlesung im Uni-Bibliothekssaal hält. Ruschig fragt, ob und was die Universität Oldenburg des Jahres 2008 von Jaspers lernen könnte.

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