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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Auftakt mit großen Emotionen

25.08.2018

Oldenburg Das Rätselraten hat ein Ende: Das Internationale Filmfest Oldenburg wird am Mittwoch, 12. September, erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte nicht mit einem deutschen Film eröffnet. Wie die Organisatoren am Freitag mitteilten, steht die Europapremiere der russischen Produktion „Unforgiven“ am Anfang des Jubiläumsfestivals.

Wahre Geschichte

Russlands Regiestar Sarik Andreasyan erzählt in dem Film die traumatische, wahre Geschichte des Osseten Vitaliy Kaloev, der bei der Flugzeugkatastrophe von Überlingen seine gesamte Familie verliert. Sein Schmerz und seine Ohnmacht angesichts der fehlenden Empathie und Reue der Verantwortlichen treiben ihn zum Äußersten.

Mit seinem Film „Guardians“ hatte Andreasyan 2017 die russische Antwort auf die Marvel Superheldenfilme gegeben. Nun erweist er sich in „Unforgiven“ als Vertreter des Schauspielerkinos mit überlebensgroßen Emotionen.

Das Oldenburger Filmfest findet vom 12. bis zum 16. September statt. Eröffnet wird es am Mittwoch, 12. September, 19 Uhr, in Anwesenheit von Regisseur Sarik Andreasyan, Produzent Lenny Levi und weiteren Mitgliedern aus Cast und Crew. Die gala findet erstmals in der Kongresshalle der Weser Ems Hallen statt.

Karten für die Gala gibt es auf der Homepage unter https://www.filmfest-oldenburg.de/de/tickets/ und ab 3. September in der der Bau_Werk Halle am Pferdemarkt 8.

Historische Fakten stehen im Mittelpunkt des Films, der eine Geschichte erzählt, die vor 16 Jahren medial genau und umfassend begleitet wurde. Nach der Flugzeugkatastrophe von Überlingen, bei der 2002 aufgrund einer Verkettung von Fehlern, Unaufmerksamkeiten und technischen Problemen über dem Bodensee 71 Menschen, darunter 49 russische Kinder, ums Leben kamen, bahnt sich eine weitere menschliche Katastrophe an.

Der ossetische Architekt Vitaliy Kaloev macht in dem Schweizer Fluglotsen Peter Nielsen den Verantwortlichen der Tragödie aus. Aus Verzweiflung über die Kälte der an der Katastrophe beteiligten Firmen, die in gegenseitigen Schuldzuweisungen die menschliche Komponente völlig aus den Augen verlieren, sucht er 2004 Nielsen auf und ersticht ihn. Mit Dmitriy Nagiev in der Rolle des verzweifelten Vitaliy Kaloev steht einer der größten russischen Stars vor der Kamera.

Phänomen

Sarik Andreasyan sei ein Phänomen nicht nur des russischen Kinos, begründen die Filmfest-Organisatoren ihre Wahl. Mit gerade mal 29 habe er zu den drei erfolgreichsten russischen Regisseuren aller Zeiten gezählt. 2012 drehte er mit „American Heist“ seinen ersten US-Film, sein Drama „Earthquake“ von 2016 war Armeniens Oscar-Einreichung, und 2017 brachte er den Film „Guardians“ heraus, der auch hierzulande im Kino zu sehen war.

Der Stoff von „Unforgiven“ war bereits zweimal Vorlage für eine deutsche Verfilmung – als Kinofilm „10 Sekunden“ von Nicolai Rohde und als TV Film „Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen“.

Der Film wird mit deutschen Untertiteln präsentiert. Zur Galapremiere in der Weser-Ems-Halle (19 Uhr) kommt auch der Regisseur.

Regina Jerichow
Stellv. Redaktionsleitung
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2061

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