OLDENBURG - Enttäuschung beim Stadtsportbund: Die gewünschte Personalstelle zur Koordinierung des Sportentwicklungsplans (SEP) wird es aus finanziellen Gründen vorerst nicht geben. Das machten Politik und Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses deutlich. „Das ist die bittere Konsequenz aus dem Haushaltssicherungskonzept“, sagte Dezernent Frank-Egon Pantel. Personelle Ressourcen könnten auch von anderen Ämtern nicht zur Verfügung gestellt werden.

Große Erwartungen durften die Sportfunktionäre nach der Ratsentscheidung vom März auch nicht haben. Die zunächst von der Verwaltung eingesetzte Stelle war damals im Haushaltssicherungskonzept zum Etat 2010 gestrichen worden. Die von Verwaltung und Politik einvernehmlich beschlossene Streichung soll 50 000 Euro sparen.

Die Streichung hatte bei den Delegierten des Stadtsporttages für Empörung gesorgt. Sie forderten die „unverzügliche Schaffung“ einer Koordinierungsstelle in der Sportverwaltung. Stadtsportbund und CDU ließen das Thema daraufhin auf die Tagesordnung des Sportausschusses setzen.

Der 250 Seiten starke SEP (verfasst von Professor Jürgen Dieckert und Mathias Sponsel) soll Basis der Sportentwicklung in Oldenburg sein. Zur Umsetzung der Pläne wird die Koordinierungsstelle benötigt. „Wir können das nicht auch noch ehrenamtlich leisten“, sagte Stadtsportbund-Vorsitzender Klaus Hanisch im Ausschuss. Und Monika Reckemeyer (Stadtsportbund-Vorstand) befürchtet, dass das Engagement der am SEP-Beteiligten zurückgehen könnte, wenn die Sportstelle nicht eingerichtet werde.

Ratsfrau Margrit Conty (SPD) schlug vor, zunächst eine Stelle zu schaffen, die auf Stundenbasis bezahlt werde. Gabriele Beckmann (Linke) favorisierte eine über die Arbeitsagentur finanzierte Stelle. Und Tobias Frick (Grüne) möchte den ehemaligen Übermorgenstadt-Projektleiter Rainer Lisowski mit der Aufgabe betrauen.

Sportamtsleiter Heiko Setje-Eilers stellte klar, dass der SEP nicht in der Schublade verschwinden werde. Anregungen aus dem Plan würden schon jetzt aufgegriffen. „Seien sie nicht entmutigt, wenn die Stelle noch auf sich warten lässt“, so Pantel in die Richtung der Sportfunktionäre.