OLDENBURG - Global denken, lokal handeln: Die Reihe Begegnungen soll die Welt nach Oldenburg holen. Nach China im Jahr 2010 ist es in diesem Sommer Südafrika, dessen politische Entwicklung, Kultur, Lebensgefühl und Tradition ab Mai in vielen Veranstaltungen in Oldenburg Akzente setzen wird. Erwartet wird auch der Botschafter Makhenkesi A. Stofile als Gast.
Wir wollen ab 3. Mai ein anderes Bild von Südafrika hier zeigen, sagte Oberbürgermeister Gerd Schwandner am Dienstag während einer Pressekonferenz. Aus seiner Sicht ist Südafrika derzeit eines der spannendsten Länder überhaupt auf dem afrikanischen Kontinent. Besonders zeige sich das in der Kunst und Kultur, aber auch in der wirtschaftlichen Entwicklung. Mithin sei es gut geeignet, die internationalere Ausrichtung Oldenburgs zu unterstützen, zumal die Ostkap-Region (Eastern Cape) auch mit Niedersachsen verbunden sei.
Kulturamtsleiterin Christiane Cordes freute sich darüber, dass zu dem Kaleidoskop des Südafrika-Bildes in Oldenburg viele Veranstalter aus der Stadt beitragen werden mit Projekten oder Gästen: Den Auftakt machen am 3. Mai eine Foto-Ausstellung über die Ostkamp-Provinz auf dem Bahnhofsvorplatz, ein Konzert in der Kulturetage mit Sam Tshabalala & Acoustic Quartet sowie das Kochfestival bis 7. Mai auf dem Schlossplatz. Bis August folgt eine Reihe unterschiedlicher Konzerte, Lesungen, Filme und Ausstellungen, aber auch Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene: trommeln, kochen, keramiken oder malen.
Doch es geht nicht nur um Kultur, sondern auch um Sport als integratives Element, zum Beispiel ab 23. Juni beim Afrika-Fußball-Cup des Vereins Integration auf dem Kennedy-Sportplatz. Die Reihe Begegnungen soll ihrem Namen entsprechend ganz bewusst ein breites Publikum ansprechen, etwa laut Bernt Wach auch im Kultursommer.
Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft hat Wirtschaftsförderer Roland Hentschel im Blick, wenn er an die wind- und sonnenreiche Ostkap-Region und das Thema regenerativer Energien denkt. Aus Sicht von OB Gerd Schwandner ist es an der Zeit, die Wahrnehmung Südafrikas zu justieren von einem Apartheids-Land in einer faszinierenden aufstrebenden Nation, also bereichernd für die Reihe Begegnungen, die auch 2014 fortgesetzt wird.
