OLDENBURG - OLDENBURG/LR - Aktuelle Ölbilder, Aquarelle und Radierungen des Oldenburger Künstlers Bernd Wagenfeld aus den Jahren 1995 bis 2005 präsentiert das Stadtmuseum von morgen, Sonntag, bis zum 8. Mai. Die Ausstellung wird morgen ab 11.15 Uhr, im Hüppe-Saal des Stadtmuseums, Am Stadtmuseum 4-8, im Beisein des Künstlers eröffnet. Museumsdirektor Professor Dr. Ewald Gäßler hält die Begrüßung und gibt eine Einführung.

Bernd Wagenfeld spielt in seinen aktuellen Werken poetisch mit der Durchdringung von verschiedenen Räumen, Proportionen und Bildebenen, die die gewohnte Sehweise des Betrachters hinterfragen. Oft schwebt eine menschliche Figur, die sich aus den Bildzusammenhängen zu lösen scheint, über den landschaftlichen Raumebenen, die sich dann zu einem Labyrinth verdichten. Die Landschaften führen den Betrachter zumeist in mediterrane Länder, lassen ihn Ruinen, antike Säulenfragmente, Teile romanischer Klöster und Kirchen sehen. Auch wenn die Motive der Realität entlehnt sind, begegnen dem Betrachter immer wieder Traum- und Erinnerungsschichten, in denen die vielschichtigen Motive als Versatzstücke ironisch verfremdet werden. Hinter dem schönen Schein von Vergänglichkeit und Zerstörung lauert immer wieder das Unbekannte, das verblüfft und irritiert.

Bernd Wagenfeld wurde 1939 in Oldenburg geboren und studierte von 1960 bis 1963 an der pädagogischen Hochschule Oldenburg bei Prof. Reinhard Pfennig. 1966 bis 1967 folgte ein Studium bei Prof. Raimund Girke an der Werkkunstschule Hannover. Bernd Wagenfeld war 1975-1980 Mitglied der Oldenburger Künstlergruppe „Kranich“ und 1987-1999 Mitglied der französischen Gruppe „RegART“. Seit 1968 ist er in nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten, u.a. stellte er in Berlin, Hamburg, Köln, Bremen, Krakow, Luxemburg, London, Lyon, Paris, Wuppertal und Wilhelmshaven aus. Bernd Wagenfeld lebt und arbeitet in Oldenburg.

Zur Ausstellung erscheint ein Leporello, das für zwei Euro im Stadtmuseum erhältlich ist. Weitere Infos im Internet unter

Infos unter www.oldenburg.de/stadtmuseum