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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Okzident und Orient im Klang-Dialog

11.09.2019

Oldenburg Begonnen hat die musikalische Liaison zwischen Markus Stockhausen und Alireza Mortazavi 2015. „Wir haben uns anlässlich eines Konzertes beim iranischen Frühlingsfest in Erftstadt kennengelernt“, erzählt der 62-jährige Trompeter und Sohn des legendären Komponisten und Klangschöpfers Karlheinz Stockhausen (1928– 2007) im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es folgte damals eine Einladung nach Cividale del Friuli in Italien, wo wir die Stücke zum Album ,Hamdelaneh’ live einspielten“. Im März 2019, nach rund dreieinhalb Jahren, wurde die CD dann veröffentlicht.

„Es ist ein bisschen wie in 1001 Nacht. Man taucht in eine andere Welt ab. Ost und West begegnen sich in intimen musikalischen Dialogen“, sagt Stockhausen, der wie gewohnt mit Trompete und Flügelhorn zu hören ist, während Alireza Mortazavi die Santur spielt. Dabei handelt es sich um ein altes Instrument aus dem irakisch-persischen Raum, das die Form eines gleichschenkligen Trapezes hat und dem uns bekannten Hackbrett ähnelt. Die Musik klingt zart und gefühlvoll, kann aber auch ausbrechend expressiv sein. Im Ansatz kommt Mortazavis Spiel eher minimalistisch daher.

Konzerttermin

Das Konzert von Markus Stockhausen und Alireza Mortazavi ist am Donnerstag, 12. September, 20 Uhr in Oldenburg zu erleben. Aus technischen Gründen wird es nicht im Theater Laboratorium, sondern im Wilhelm 13, Leo-Trepp-Straße 13, stattfinden. Kartentelefon: 0441/691 634 oder per Mail an info@ singersplayersclub.de

Der 42-jährige Avantgarde-Musiker und Komponist aus Isfahan ist Meister der Santur, die er seit dem siebten Lebensjahr erlernte. Gemeinsam mit seinem Bruder Mohammad Reza Mortazavi, dem Perkussionisten auf der Tombak und Daf, zwei traditionelle Trommelarten, wurden sie in ihrer Heimat geschätzt und ausgezeichnet. Durch sein Musikstudium im italienischen Cremona zwischen 2001 und 2003 lernte er auch die zeitgenössische Musik des Westens kennen.

Seither ist er auch im deutschsprachigen Raum regelmäßig Gast auf Bühnen und bei Weltmusik-Festivals. Seit 2012 lebt der umtriebige Mortazavi in Turin, wo er unter anderem an einem musikwissenschaftlichen Projekt der Kunstuniversität arbeitet.

Markus Stockhausen ist mittlerweile im fünften Jahrzehnt professionell im Musikbereich unterwegs. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem Echo Jazz-Preis 2018 in der Kategorie „Instrumentalist/national/Blechblasinstrumente“, für seine CD „Far into the Stars” ausgezeichnet, das er mit der Formation „Quadrivium“ einspielte.

Erstmals gemeinsam zu hören sind Markus Stockhausen und Reza Mortazavi übrigens auf dem Album „Eternal Voyage Live“. Als musikalischer Grenzgänger und wissbegieriger Mensch hatte Stockhausen schon 2010 eine genreübergreifende Formation zusammengestellt; das Preisträger-Konzert 2017 wurde vom WDR aufgezeichnet und als CD veröffentlicht.

Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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