OLDENBURG - OLDENBURG/LR - Die Tradition tschechisch-deutscher Missverständnisse, die zur Vorgeschichte der Vertreibung gehören, ist Thema einer szenischen Lesung von Hans Henning Hahn, Historiker an Universität Oldenburg, am Donnerstag, 2. Juni, 20 Uhr, im PFL. In einem fiktiven Dialog sprechen völkische Autoren mit dem tschechischen Historiker František Palacký (1798-1876). Die Lesung wird von dem Pianisten Werner Barho musikalisch kommentiert. Die bildnerische Gestaltung stammt von Nils Mönkemeier. Die Veranstaltung gehört zu den städtischen Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Der Kartenvorverkauf läuft über die Buchhandlung Anna Thye.
In Deutschland hielt sich lange die Vorstellung, Prag sei eine deutsche Stadt gewesen und das Königreich Böhmen habe mit seinen Nebenländern seit dem Mittelalter zum „Deutschen Reich“ gehört.
