OLDENBURG - Es lockten zahlreiche Sonderausstellungen. Viele besuchten gleiche mehrere Museen.

von hauke gruhn

OLDENBURG - Die Kunst- und Kulturfreunde zogen gestern ihr Hobby eindeutig dem Besuch des Badesees vor und sorgten zum Tag der Museen für einen Riesenandrang. Tausende nutzten die Gelegenheit zum kostenlosen Museumsbesuch und statteten gleich mehreren Ausstellungen eine Visite ab.

So die Oldenburger Ingrid und Wolfgang Willen: „Zuerst waren wir in der früheren Exerzierhalle am Pferdemarkt. Es war sehr interessant zu sehen, was einheimische Firmen so alles herstellen.“ Auch das Schloss sowie das Horst-Janssen- und das Stadtmuseum standen auf ihrer Liste: „Den Tag der Museen haben wir also ganz gut ausgenutzt.“ Von den Bildern des französischen Fotografen Willy Ronis ließ sich Angelika Borchardt im Schloss inspirieren: „Ich hatte mir schon lange vorgenommen, die Museen zu besuchen, jetzt habe ich praktisch einen Rundumschlag gemacht.“

Ein Wiedersehen mit Moorleichen konnte Henning Dörgeloh gestern im Landesmuseum für Natur und Mensch feiern. Zuletzt hatte der Student die Ausstellung noch zu seiner Schulzeit besucht. Die Dokumentation über das Somali-Dorf wollen er und seine Freundin Jana Becker noch unbedingt sehen. Dort staunt der dreijährige Leander derweil über die langen Speere, welche die Afrikaner anno 1905 mit nach Oldenburg brachten: „Die sind ja bis zur Decke hoch!“ Thorge (8) baut ein Stockwerk höher bei der Ausstellung „Burgen, Geheimgänge, Zauberei – 4000 Jahre Sicherheit“ in aller Ruhe an seiner Spielzeug-Burg: „Ich bin ein riesiger Ritter-Fan“, bekennt er.

Zufriedene Gesichter gab es am Ende in allen Museen, die Erwartungen wurden vielerorts deutlich übertroffen: 2300 Besucher wurden in Horst-Janssen- und Stadtmuseum gezählt, 2200 im Landesmuseum für Natur und Mensch am Damm, 1200 Gäste besuchten die Ausstellungen im Schloss, 1000 waren bei der „Future TechArt“in der Exerzierhalle, 800 wurden im Augusteum gezählt und 300 im Prinzen-Palais.