OLDENBURG - Zwischen Moorleichen, Resten alter Wagenräder und überdimensionalen Modellen kleinster Lebewesen hält jetzt modernste Technik Einzug. Im Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch stehen am Wochenende zur Eröffnung der nächsten Sonderausstellung zur Kultur der Gewürze 20 neue Geräte für Hörführungen bereit. Museumsdirektor Prof. Dr. Mamoun Fansa ist sich sicher, dass bei den Besuchern mehr hängen bleibt, wenn sie sich eine Ausstellung ansehen und gleichzeitig auch Informationen über Kopfhörer hören.
Die so genannten iPods, flach wie zwei Scheckkartenhüllen und kaum größer als eine Zigarettenschachtel, speichern Texte und Videos, die die Besucher an einzelnen Objekten gezielt auswählen, anhören und ansehen können. Gespeichert sind rund 40 bis 50 Minuten Text, einfach formuliert und ohne viel Fremdwörter, erläuterte Corinna Endlich, Archäologin am Museum, am Mittwoch bei der Präsentation der Geräte.
Zu hören sind zum Beispiel Informationen zum Hintergrund einer Ausstellung, zur Fundgeschichte und zur Herkunft eines Exponates. Auf einem kleinen Bildschirm können zudem kurze Videosequenzen betrachtet werden. Wir sind sicher, dass wir damit auch neue Zielgruppen unter den 14- bis 25-Jährigen ins Museum locken können, meint Endlich.
Fansa betonte, dass das Museum als erstes in Oldenburg seinen Besuchern diese Art von Hörführungen mit modernsten Geräten anbietet, die bisher in deutschen Museen noch nicht eingesetzt werden. Möglich wurde die Anschaffung allerdings erst mit Unterstützung der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken. Harald Lesch (VR-Stiftung) und Hermann Schaa (Volksbank) gehörten auch zu den ersten im Museum, die die neuen Geräte testeten.
Noch in diesem Jahr soll der Bestand an Geräten verdoppelt werden und auch alle Dauerausstellungen des Museum einbezogen werden.
