OLDENBURG - Eine Gedenkfeier für die Opfer des Absturzes der polnischen Präsidentenmaschine bei Smolensk wird am Freitag, 16. April, ab 19 Uhr in der Forumskirche St. Peter an der Peterstraße stattfinden. Das teilte Agnieszka Adamczak-Waschow von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft am Montag mit. Mit der Gedenkfeier möchten die Initiatoren der polnischen Gemeinde in Oldenburg die Möglichkeit zum gemeinsamen Gedenken geben und ein Signal nach Polen senden, dass auch die Polen, die nicht in der Heimat leben, von der Katastrophe erschüttert sind und sich mit den Hinterbliebenen verbunden fühlen.

„In schwierigen Situationen stehen die Polen zusammen“, beschreibt Agnieszka Adamczak-Waschow die aktuelle Stimmungslage. Der bei dem Unglück ums Leben gekommene Präsident Lech Kaczynski sei zwar auch innerhalb der polnischen Auslandsgemeinde sehr umstritten gewesen, aber das spiele unter den jetzigen Umständen keine Rolle. Die Entscheidung, in Oldenburg eine zentrale Veranstaltung anzubieten, habe die Deutsch-Polnische Gesellschaft unter dem Eindruck der großen Trauer unter den hiesigen Polen getroffen, sagte sie. Auch in Oldenburg stünden die Menschen angesichts des Ausmaßes der Katastrophe mit 96 Toten unter Schock. Schon am Wochenende seien viele in die Kirchen geströmt, um für die Opfer und ihre Angehörigen zu beten.

Auch beim Gedächtniskonzert für Frederic Chopin am vorigen Wochenende sei das Unglück ein Gesprächsthema gewesen.

„Wir hatten überlegt, das Konzert abzusagen, haben uns aber dagegen entschieden“, sagte Adamczak-Waschow. Die Veranstaltung habe mit dem Motto „Der Himmel ist schön, mein Herz ist traurig“ nicht gegen die aktuellen Gefühle gestanden.